Mma Ramotswe ermittelt wieder, diesmal schon in ihrem achten Fall und in diesem bekommt sie es mit einem mysteriösen Krankenhausbett, untreuen Ehemännern, gestohlenen Büromaterialien und ihren Angestellten zu tun. Nebenbei trinkt sie natürlich auch wieder Unmengen von Rotbuschtee, ermittelt mit der ihr eigenen Weisheit und Güte und ist bescheiden wie eh und je.
Ein entfernt verwandter Cousin von Mma Ramotswe erscheint in der No.1 Ladies' Detective Agency und beauftragt seine Cousine mit dem wohl heikelsten Fall ihrer Karriere. Seltsamerweise starben jeweils an einem Freitag Patienten der Intensivstation, diese lagen im selben Zimmer im selben Bett, spukt es etwa im Krankenhaus von Mochudi? Mma Ramotswe bekommt es also zum ersten Mal mit toten Menschen zu tun, was ihr anfangs Bauchweh macht, letztendlich übernimmt sie aber den Fall und beginnt mit der Ermittlung.
In einer Druckerei verschwinden Büromaterialien spurlos, die Chefin kommt zu Mma Ramotswe und bittet sie, den Dieb ausfindig zu machen. Als noch ein dritter Auftrag eingeht, Mma Botumile befürchtet, dass ihr Mann sie betrügt, bietet Mr. J.L.B. Matekoni seine Hilfe an und unterstützt die zwei Frauen mit eigenen Ermittlungen. Und dann kommt der Tag, an dem Grace Makutsi, treue Assistentin Mma Ramotswes, ihre Kündigungsschuhe trägt - wird sie der No.1 Ladies' Detective Agency wirklich den Rücken kehren können? Charlie, der ewige Mechanikerlehrling hat ebenfalls genug und will Unternehmer werden - kann das gut gehen?
Alexander McCall Smith schreibt mit so viel Wärme, Liebe und Respekt für Afrika, das man Botswana förmlich riechen, fühlen, schmecken und hören kann. Die Geschichten über Mma Ramotswe schreibt er so, als würde er über eine gute Freundin schreiben, doch leider muss der Leser sich immer wieder vor Augen führen, dass Mma Ramotswe lediglich die Hauptfigur einer wunderschönen Geschichte ist, die Freundin des Lesers bleibt Precious Ramotswe aber sicherlich weiterhin, egal ob erfunden oder reale Person.
Einziger Wermutstropfen bleibt die Tatsache, dass Heyne die wunderschönen afrikanisch-bunten Cover nicht übernommen hat.
"Mma Ramotswe und das verhängnisvolle Bett" mit einer Tasse Rotbuschtee genossen, ist eine Wohltat und die perfekte Auszeit vom Alltag!