Diese Rezension bezieht sich auf eine gebundene Ausgabe aus dem Wagenbach Verlag.
Der Lyriker Erich Fried berichtet in seinen Erinnerungen/Erzählungen von seiner Jugend in Wien, von der Vertreibung durch die Nazis und sein Leben in London, in der er eine neue Heimat fand. In 30 Geschichten werden Verwandte, Freunde, Gegner, Lehrer, Hausmädchen, u.a.m. vorgestellt und ihre Eindrücke und Auswirkungen auf ihn und sein Leben dargestellt. Sein nicht gerade einfaches Leben, was von außen an ihn herangetragen wurde, verarbeitet er literarisch. Dabei sind nicht nur trübsinnige, traurige und bewegende Geschichten herausgekommen, sondern durchaus auch heitere. Erich Fried hat einen anderen Ansatz gefunden, mit der Geschichte - mit seiner ganz speziellen Geschichte - umzugehen.
Ein in seiner Sprache und Leichtigkeit faszinierendes und vor allem interessantes Büchlein. Respekt vor seiner Lebensleistung und Lyrik. Alle, die die Lyrik von Erich Fried berührend finden, werden von diesem Buch angetan sein und es lesen müssen! Ich kann es nur empfehlen!!!