Im winterlichen Februar hängt Bengt Andersson tot und nackt an einem Baum, sein Leichnam grausam zugerichtet und stellt die Polizei zunächst vor ein Rätsel. Kommissarin Malin Fors und ihr Team müssen bei diesen eisigen Temperaturen ihre Ermittlungen voran treiben, denn sie haben so gut wie nichts in der Hand. Bengt Andersson wirkte unauffällig und niemanden ist etwas aufgefallen. Ein paar Kinder und Jugendliche haben ihn geärgert. Oder steckt mehr dahinter? Doch dann findet die Polizei in der Nähe des Tatorts, einen Bauernhof, dessen Bewohner seltsame Ritten des Asen Kults pflegt. Alles scheint auf einen Ritualmord hinzudeuten. Ist Andersson ein Mittwinteropfer geworden?
Malin und ihr Kollege Zeke kommen nicht recht voran, bis sie in der Wohnung des Toten Einschusslöcher im Fenster finden. Wer kann nur auf Bengt Andersson geschossen haben? Wollte ihn jemand töten oder nur erschrecken? Und so graben die beiden Ermittler weiter und stoßen auf eine andere Spur, eine Spur, welche in die Vergangenheit führt und zu Anderssons Betreuerin Marie, welche jetzt in einer Anstalt wohnt. Hat Bengt Andersson etwa Marie vergewaltigt und sie so seelisch zugerichtet? Hat er ihre Gutmütigkeit ausgenutzt und musste jetzt dafür zahlen? Nebenbei muss sich Malin Fors noch um ihre Tochter Tove kümmern, die gerade einen Freund hat und die Kommissarin merkt, das Tove nicht mehr das kleine Mädchen ist und das ist noch Janne, Toves Vater, denn sie manchmal sehr vermisst.
Der neuste Krimischriftsteller aus Schweden heißt Mons Kallentoft und schickt in Mittwinterblut eine Kommissarin ins Rennen, mit der man nicht tauschen möchte, bei diesen eisigen Ermittlungen. Wunderbar werden Kommissarin Malin Fors und ihr Team geschildert, wie sie leben und miteinander arbeiten.Kommissarin Malin ist eine Ermittlerin, die mit Ideenreichtum und einer gewissen Unruhe immer weiter forscht, um den Fall zu lösen und dabei schon mal auf eigene Faust los zieht, was sie sehr sympathisch macht. Man lernt die Figuren des Buches mehr durch ihre Gedankenwelt kennen, in die nur der Leser einen Einblick hat und damit deren Handeln besser versteht.
Ein wenig düster ist die Geschichte, denn man erfährt nebenbei auch von den Gedanken des Toten Bengt Andersson, wie er versucht mit Malin zu kommunizieren und sie doch nie erreicht. Das bringt einem die Erzählung noch näher und lässt eine wenig das Blut in den Adern gefrieren.
Durch die spannende Verstrickungen hat der Autor Mons Kallentoft einen mitreißenden Krimi für kalte Wintertage geschaffen. Hoffentlich liest man bald mehr von Mons Kallentoft und seiner Ermittlerin Malin Fors.
© Y.M.