Hohläugig und übernächtigt soll ich hier eine Rezension schreiben? Schwer. Nachdem ich in dieses Buch eingestiegen bin, konnte ich nicht mehr aufhören. Die Ehe wurde auf's Spiel gesetzt, die Kinder vernachlässigt, die Arbeit blieb liegen. Was soll's. Ein Kriminalroman dieser Klasse kommt ja nicht alle Tage raus. Ich habe auch die anderen Mankell-Bücher gelesen mit unterschiedlicher Begeisterung. Dieses, der Mittsommermord, ist für mich das beste. Es gab keinen Moment, in dem ich das Buch leichten Herzens weglegen konnte. Ständig ist man in atemloser Erwartung der Ereignisse, man kommt geradezu in Bedrängnis. Dazu die sehr lebendigen Figuren, angefangen von der Hauptperson Wallander bis hin zu Randfiguren (Erika). Man japst mit, wenn Wallander atemlos den anderen hinterherkeucht, man erlebt hautnah seine anwachsenden Aggressionen - Wahn-sinn!