| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Produktinformation
|
Mittsommermord ist gleichzeitig aber auch Mankells bisher düsterstes und pessimistischstes Buch, das einen trotz erfolgreicher Arbeit zutiefst beunruhigten und verunsicherten Kommissar Kurt Wallander zeigt. Der Plot selbst ist nicht neu. Ein Serienmörder wird gejagt. Ein Mörder allerdings, der eine merkwürdige Vorliebe für kostümierte Opfer zu entwickeln scheint. Alles beginnt damit, dass eine Gruppe von Jugendlichen spurlos verschwindet. Monate später findet man die Vermissten erschossen und im Zustand fortgeschrittener Verwesung in einem Naturpark, gerade dort, wo sie vor ihrem Verschwinden gemeinsam ein Mittsommernachtsfest gefeiert hatten. Wallanders Kollege Svedberg wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden -- warum musste er sterben? Zunächst steht ein Zusammenhang der Morde gar nicht zur Diskussion, bis deutlich wird, dass Svedberg selbst im Urlaub heimlich am Fall der verschwundenen Jugendlichen arbeitete.
Ein hervorragender Kriminalroman wird eben doch durch mehr gekennzeichnet als nur durch die Originalität seiner Handlung und vordergründige Spannung. Intensiver als jemals zuvor legt Mankell die Psyche seiner Helden und seines Täters offen, ihre Ängste, Sorgen und Beweggründe. Er zeigt die tiefe Krise einer Ermittlercrew an den Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Und er schafft es wieder, dass der Leser ihm mit angehaltenem Atem folgt. Immer deutlicher wird auch: Henning Mankells Erfolgsgeheimnis ist eigentlich gar keines. Seine Figuren leben! Seine Helden sind aus Fleisch und Blut!
Mehr denn je zweifelt Kurt Wallander in diesem Roman am Sinn seines Tuns. "Man fühlt sich so machtlos. Und man fragt sich, ob man es wirklich aushält, bis man alt wird." Hoffen wir, dass dieser moderne Don Quixote seinen Kampf gegen die Windmühlen des Lebens erneut aufnehmen wird. Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
Was am Anfang fast unmöglich scheint, entwickelt sich immer mehr zur Gewissheit: Es muss ein Zusammenhang zwischen zwei brutalen Morden bestehen. Zwischen dem Mord an den drei jungen Leuten, die in Kostümen des 18. Jahrhunderts fröhlich Mittsommer feierten und der Tötung Svedbergs, eines Kollegen von Kommissar Wallander. Immer rätselhafter erscheint der zurückgezogen lebende Svedberg. Warum ermittelte er verdeckt in der Sache der drei Jugendlichen? Und wer ist Louise, eine Frau, zu der er - ohne dass jemand auch nur davon ahnte - seit 10 Jahren ein Verhältnis hatte. Wallander tappt im Dunkeln, immer auf der Suche nach "dem Punkt, an dem sich die Spuren kreuzen". Er fühlt sich entkräftet, kein bisschen cool. Gleichzeitig plant der kranke Mörder weitere Morde und weiß offensichtlich aufs Genaueste über seine Opfer Bescheid.
Die Atmosphäre von Verzweiflung, die die Geschehnisse umhüllt, ist Ausdruck eines Schriftstellers, der sich vor allem als Gesellschaftskritiker und weniger als Krimiautor sieht. "Gewalt ist etwas Natürliches geworden" lautet die bittere Erkenntnis. Im Hörspiel tritt der wahnsinnige Mörder vor oder nach den Morden mit einer teilnahmslosen, sehr auf Ordnung bedachten Stimme (Daniel Werner) auf. Ulrich Pleitgen, Anne Weber, Petra Redinger u.v.a. garantieren in diesem perfekt inszenierten Hörspiel für Spannung pur! Hörspiel mit Musik, Spieldauer: ca. 110 Minuten, 2 CD. Erhältlich als MC und CD.
-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein herrlich spannender Kriminalroman der Extraklasse,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Mittsommermord", das neueste Buch des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell, ist genau wie seine vorangegangenen Wallander-Krimis eine absolut nervenaufreibende und anspruchsvolle Kriminalgeschichte, wobei das Wort "Geschichte" nicht willkürlich gewählt ist. Mankell legt auch diesesmal wieder großen Wert auf inhaltliche Exaktheit und Detailverliebtheit, er ist und bleibt nun einmal ein Erzähler, der mehr kann, als Blutbäder oder Verfolgungsjagden zu beschreiben. Und gerade das macht das Wunderbare dieses Buches aus, Mankell fesselt ohne zu schocken, er bringt uns eine wohltuende Gänsehaut, ohne dass wir es als gruselig empfinden. Wallanders aktuellster Fall konfrontiert ihn mit einem scheinbar motivlosen und absolut kaltblütigen Mörder, der es auf verkleidete, scheinbar glückliche Menschen abgesehen hat.Da er keine Spuren hinterläßt und so furchterregend organisiert ans Werk geht, tappen die Ermittlungen eine qualvoll lange Zeit im Dunklen. Als dann auch noch Wallanders Kollege Svedberg dem Wahnsinnigen zum Opfer fällt,befällt eine bleierne Ohnmacht die Truppe um Kurt Wallander, doch es bleibt ihnen keine Zeit zu trauern, denn der Wahnsinn findet schnell sein nächstes Opfer... Zu allem Unglück hat der Kommissar auch noch mit einer Diabetes-Erkrankung zu kämpfen und weiß nicht, wie er vor lauter Stress und Sorgen die in seinem Blut schwimmenden Zuckerberge, so stellt er sich seine Krankheit jedenfalls vor, wieder loswerden soll. Doch trotz aller Hindernisse und Hürden bleibt das Team am Ball und sorgt auch dieses mal wieder mit einer herrlich unspektakulären Ermittlungsarbeit, die weniger auf Gewalt als auf Spürsinn und cleverer Auffassungsgabe aufbaut, für Spannung bis zur letzten Seite und darüber hinaus...Mein Tipp: Ein "Muss" für jeden Wallander-Fan und ein noch größeres für die, die ihn noch nicht kennen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lebendig, spannend, genial,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord: Roman (Gebundene Ausgabe)
Hohläugig und übernächtigt soll ich hier eine Rezension schreiben? Schwer. Nachdem ich in dieses Buch eingestiegen bin, konnte ich nicht mehr aufhören. Die Ehe wurde auf's Spiel gesetzt, die Kinder vernachlässigt, die Arbeit blieb liegen. Was soll's. Ein Kriminalroman dieser Klasse kommt ja nicht alle Tage raus. Ich habe auch die anderen Mankell-Bücher gelesen mit unterschiedlicher Begeisterung. Dieses, der Mittsommermord, ist für mich das beste. Es gab keinen Moment, in dem ich das Buch leichten Herzens weglegen konnte. Ständig ist man in atemloser Erwartung der Ereignisse, man kommt geradezu in Bedrängnis. Dazu die sehr lebendigen Figuren, angefangen von der Hauptperson Wallander bis hin zu Randfiguren (Erika). Man japst mit, wenn Wallander atemlos den anderen hinterherkeucht, man erlebt hautnah seine anwachsenden Aggressionen - Wahn-sinn!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schauderhaft schön,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mittsommermord . (Taschenbuch)
Ich fand dieses Buch absolut spannend, einfach genial! Und man muss auch mal sagen, es ist nix für schwache Nerven. Ich habe dieses Buch meist in der Nacht gelesen und musste mich doch tatsächlich dabei ertappen, dass ich manchmal verstohlen zum Fenster geblickt habe oder meinte ein Geräusch gehört zu haben.Mir gefällt die Person des Kurt Wallander ziemlich gut, da er so normal dargestellt wird. Er ist ein in die Jahre gekommener, leicht übergewichtiger, an Bluthochdruck leidender Diabetiker und kein Superpolizist. Weniger normal ist allerdings der Täter und seine grausamen Morde, der durch seine abnorme Phantasie wieder fasziniert. Für mich der bislang beste Wallander-Roman Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
|
|