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Mitten in der großen Krise. Ein »New Deal« für Europa
 
 
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Mitten in der großen Krise. Ein »New Deal« für Europa [Gebundene Ausgabe]

Stephan Schulmeister
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Picus Verlag; Auflage: 1., Aufl. (21. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3854525869
  • ISBN-13: 978-3854525868
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 11,4 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.232 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit der »großen Krise« hat der Übergang von einer finanz- zu einer realkapitalistischen Wirtschaftsordnung begonnen, wie Stephan Schulmeister, einer der profiliertesten österreichischen Wirtschaftsforscher, beschreibt. Dieser wird Jahre dauern: Der in den letzten dreißig Jahren zunehmend dominante Finanzkapitalismus stellt ja eine umfassende »Spielanordnung« dar. Dazu gehören die neoliberale Wirtschaftstheorie, der Vorrang für den Geldwert, die Liberalisierung der Finanzmärkte und die Schwächung des Sozialstaats. Die große Krise wird den Boden für eine Neuordnung des »Spiels Wirtschaft« bereiten: Die Triebkraft kapitalistischer Dynamik, das Profitstreben, wird wieder auf realwirtschaftliche Aktivitäten fokussiert, ergänzt und erweitert um die ökologische und soziale Dimension. Die Länder der EU sind in dieser Situation durch das »Spardogma« und das »Gefangenendilemma« gelähmt: Betreibt jedes einzelne Land eine expansive Politik, so fließt ein Großteil der Impulse ins Ausland. Machen alle EU-Länder dies gemeinsam, so stärken sie sich wechselseitig. Das wäre jener »New Deal« für Europa, der die Talsohle im langfristigen Entwicklungszyklus verkürzen würde. Wie könnte er aussehen, und welches politische »leadership« braucht es zu seiner Durchsetzung?

Über den Autor

Stephan Schulmeister, Wirtschaftsforscher; Studium der Rechtswissenschaften und Ökonomie in Wien. Forschungsbereiche: Industrieökonomie, Innovation und internationaler Wettbewerb, Außenwirtschaft und internationaler Wettbewerb, Außenwirtschaft und internationale Wirtschaftsbeziehungen, Finanzmärkte und Unternehmensstrategien. Zahlreiche internationale Forschungs- und Lehrtätigkeiten, u. a. an der New York University, dem Wissenschaftszentrum Berlin und der University of New Hampshire; Lehrbeauftragter an der Universität Wien und an der Wirtschaftsuniversität Wien.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wir sparen uns kaputt. 26. Juli 2010
Format:Gebundene Ausgabe
...Jede schwere und hartnäckige Wirtschaftskrse kann nur durch eine- nachhaltge, wenn auch mttelfristge temporäre - Erhöhung der Staatsquote überwunden werden...

Der Autor nennt als Beispiel de USA und China. In beiden Volkswirtschaften ist die Erhohlung stärker. Genau in den USA und China findet eine Stimulation über den Bildungs-, Gesundheits- und Umwelt- Sektor statt. Mit den im Buch auf Seite 97 erklärten Instrumenten von Staatshaftungen. Genau das findet gerade in China und den USA zur Zeit statt. Europa begibt sich mit seinem Sparkurs bei Bildung, Gesundheit und Umwelt etc. in einen Teufelskreis, der die Konjunktur nicht beleben wird. Im Gegenteil ohne Konjunktur erhöhen sich die Sparquoten der Unternehmen und Konsumenten. Damit sinken die Steuereinnahmen der Staaten! Pflichtlektüre für die Elite Europas!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Für mich als Wirtschaftsexperten ist dieses großartige Buch ein "must have" und ein "missing link" der neuen Volkswirtschftlichen Literatur!

Schulmeister definiert zuerst treffend den Liberalismus als Finanzkapitalismus und beschreibt warum er von der Elite der 70er Jahre so stark propagiert wurde.

Er verweist auf die keynesianischen "animal spirits" welche die simple liberale Theorie- vom rational handelnden Individium - eindeutig falsifiziert.

- Adam Smith hatte bezüglich der Zeit und der Kleinheit des Marktes Recht, diese Theorie lässt sich jedoch nicht auf globale Märkte anwenden. Dazu ist die Keynes-Theorie viel geeigneter -

Er zeigt anhand der Leitzinsen und der um den Realwert manisch-deppressiv schwankenden Rohstoff- und Aktienkurse, dass die Theorie der freien Finanzmärkte die Realwirtschaft nachweislich schädigt und dass ohne die Beschränkung der Finanzmärkte - wie vor den 70ern - immer neue Blasen und damit immer neue Krisen auftreten.

Schulmeister warnt, dass die Sparpolitik ala Merkel zu einer neuen EU-weiten Depression und damit zu Arbeitslosigkeit und Staatsbankrotten führt.

Er hinterfrägt die liberale Europäische Finanzpolitik:
"Wie blöd muss man sein anzunehmen das Griechenland bei 7% prognostizierter BIP Schrumpfung einen EU-Kredit von 6% Zinsen zurückzahlen kann. Und man gleichzeitig das Unding verlangt, dass es mit Hilfe von konsumeinschränkenden Sparplänen seinen Haushalt saniert?"

Gegen Ende seines Buches zeigt Schulmeister einen intelligenten Weg aus dem Krisendebakel entgegen den optimistischen Fehlschlüssen des Neoliberalismus.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Klare Worte 13. Juli 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch wurde sowohl vom paleo-liberalen" Ökonom Erich Streissler (in der Presse") als auch vom linken Blogger Robert Misik (in der taz) sehr positiv rezensiert. Verblüfft habe ich es gekauft und wurde nicht enttäuscht. Schulmeister zeigt auf klare Weise, wie die großen Probleme wie Staatsverschuldung, Arbeitslosigkeit, soziale Ungleichheit und Umweltverschlechterung über mehr als drei Jahrzehnte herangewachsen sind. Dieser Prozess wurde zunehmend vom Neoliberalismus geprägt, einer Ideologie, welche nicht die Interessen des Realkapitals legitimiert, sondern jene des Finanzkapitals.
Die große Krise markiert den Anfang vom Ende des Finanzkapitalismus und damit zugleich den Beginn der Talsohle im langfristigen Entwicklungszyklus (der letzte hatte 1929 eingesetzt). Um die kommende Transformationskrise" zu einem wieder stärker realkapitalistisch" geprägten Systems möglichst gut zu überstehen, schlägt der Autor einen New Deal" für Europa vor: Die bedrückendsten Probleme sollten gemeinsam durch eine expansive Gesamtstrategie bekämpft werden. Dazu bedarf es höherer Beiträge der Reichen", insbesondere der Reichen an Geld" (Finanztransaktionssteuer, Abgabe auf Wertpapierdepots, höherer Spitzensteuersatz). Schulmeister zeigt, dass sich die Vermögenden damit selber nutzen würden: Eine kollektive Sparpolitik werde nämlich die Krise verschärfen und eine massive Entwertung der Staatsanleihen nach sich ziehen.
Die nahezu 30 Einzelmaßnahmen eines New Deal" werden konkret beschrieben. Viele davon widersprechen der herrschenden Weltanschauung diametral, etwa der Vorschlag, fundamental wichtige Preise wie jener für Erdöl oder der Zinssatz nicht mehr durch (spekulative) Märkte bestimmen zu lassen. Allerdings, die Gründe dafür führt Schulmeister handfest" aus.
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Klar - und doch so fern
Gute Analyse und auch gute Instrumente gegen die Krise werden aufgezeigt.
Der Autor fordert eine Ende des Neoliberalismus, der Knechtschaft der Regierungen und Staaten von der... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Skillseeker veröffentlicht
New Deal (ND): Bad Deal (BD) für die Leistungsträger unserer...
Wahrnehmung ist subjektiv und erfahrungsbedingt. Folgende Passagen sind bemerkenswert:
Prof. Ehalt in der Einleitung:
"... Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Peter de Toma sen. veröffentlicht
Gesamtsicht statt Stückwerk
Mit seinem Entwurf eines "New Deal" für Europa hat mit Schulmeister endlich mal wieder jemand den Mut, größere Ziele anzustreben, weit abseits der immer wieder... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Konz veröffentlicht
Mitten in der Krise
Hier werden die Makroökonomischen Zusammenhänge, deren Entwicklung zum heutigen die führenden politischen Köpfe beherrschenden Neolibera-lismus, in... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Pitt Nickel veröffentlicht
Essay zu den Ursachen und zur Überwindung der Wirtschafts- und...
Am 2. Juli 1932, am Tag seiner Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten, versprach der später gewählte US-Präsident Frank D. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Ewald Judt veröffentlicht
Pflichtlektüre
Plus einen Stern zusätzlich!
Stephan Schulmeisters New Deal empfiehlt sich als Pflichtlektüre für jedermann, besonders aber für unsere (europaweit)... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von ekdoc veröffentlicht
Daneben ist daneben!
Das ganze Mangel des Essays von St. Schulmeister wird nirgends so deutlich wie in den Ausführungen auf Seite 34. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Ernst Dorfner veröffentlicht
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