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Ich quälte mich durch eine konstruierte Story (das Thema ist von Verfasserinnen wie Barbara Michaels schon wesentlich spannender behandelt worden) mit zwei langweiligen Protagonisten. Ich vermisste den typischen "Nora Roberts Stil", der mich bisher in fast jedem ihrer Romane sofort fesselte und das Buch bis zur letzten Seite nicht aus der Hand legen ließ.
Vermutlich wollte die Autorin ihre letzten Romane (auch "Sturm des Lebens" deutete diese Richtung schon an) der heutigen Zeit anpassen, was ihr meiner Ansicht nach nicht gelungen ist.
Schade, wenn ich an Bücher wie "River's End", "Gestohlene Träume", "Der weite Himmel" oder ihre wunderbaren Trilogien denke, in denen lebendige, charakterstarke Personen in realistische, oder auch magische, auf jeden Fall unterhaltsame Geschichten verwoben sind - Geschichten, die mich zum Lachen oder Weinen brachten, aber auch vor Spannung zittern ließen.
Ich war eben "mittendrin"; bei "Mitten in der Nacht" blieb mir dieses Vergnügen leider versagt.
Manet Hall, 2000: Declan Fitzgerald hat sich bereits vor Jahren in das Herrschaftshaus Manet Hall verliebt und als es zum Verkauf steht, gibt er seinen Job als Anwalt in Boston auf und zieht nach New Orleans, wo er beginnt das Haus neu aufzubauen. Bald aber wird klar, das er anscheinend nicht nur ein Haus sondern auch jede Menge Geister erworben hat. Declan hat Visionen und er fühlt das in diesem Haus etwas schreckliches passiert ist.
Angelina Simon fühlt ebenfalls eine Verbindung mit Manet Hall, die sie sich nicht erklären kann. Und als Declan sie das erste Mal sieht, verliebt er sich in sie. Angelina ist zwar für eine kurze Affäre zu haben, aber vor längeren Verbindungen schreckt sie zurück. Und so glaubt sie Declan auch nicht, das sie die Wiedergeburt von Abigail und der die Wiedergeburt von Lucien ist. Das wäre doch viel zu einfach, das sie plötzlich das vergangene Unrecht wieder gut machen. Und Angelina hat recht ...
"Mitten in der Nacht" beginnt mit einem ziemlich brutalen Einstiegskapitel. Ich bin einfach kein Freund von Vergewaltigungsszenen und Reincarnations-Stories liegen mir auch nicht. Wer sich allerdings von dem ersten Kapitel nicht abschrecken lässt, den erwartet beim Rest der Geschichte gewohnter Nora Roberts Lesespaß. Anscheinend hat sich die Autorin momentan paranormalen Themen verschrieben. Kein typischer Roberts Roman, aber trotzdem gut zu lesen.
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