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Produktinformation
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»Nun hat Bierbichler einen Roman geschrieben, der in einer klaren, poetischen Sprache von den Schrecken und Torheiten des 20. Jahrhunderts erzählt. Er ist ein Ereignis in diesem Bücherjahr.«
(Wolfgang Höbel Der Spiegel )»Josef Bierbichler schaut tief in die Seelen der Menschen, in Abgründe und Verletztheiten. Ihm ist mit diesem Zeitpanorama ein großer Wurf gelungen.«
(Rainer Kasselt Sächsische Zeitung, Magazin )»Bierbichler hat eine überwältigende Begabung, von Verlierern und Verlorenen zu erzählen. ... Insofern ist Mittelreich ein zeithistorischer Roman, eine Dorfgesellschaftsgeschichte des 20. Jahrhunderts. Und wie sagt man bei historischen Werken, wenn sie gelingen: Es ist ein großer Verdienst des Autors, dass er diese Geschichte rekonstruiert hat.«
(Rudolf Neumaier Süddeutsche Zeitung )»Es ist viel drin in den 400 Seiten von Josef Bierbichlers Mittelreich, einem Roman voller Pathos, Ungeniertheit, Zärtlichkeit und Wut, geschrieben von einem Autor, der große Sprachkraft und Sprachlust verrät, der den hohen Theaterton nahtlos mit der derben Umgangssprache verknüpft, der bei seinen eindringlichen Zeit- und Menschenbildern vom Bieder-Heimatrealistischen nichts wissen will und lieber ein wunderbar seltsames Kunstbairisch pflegt, das auch da, wo es umständlich-gedrechselt oder verquer und absurd klingend daherkommt, poetische Funken schlägt.«
(Wolfgang Seibel ORF Ö1 )»Josef Bierbichler ... hat ein ungeheuer saftiges, witziges, düsteres, tragisches und zutiefst musikalisches Buch geschrieben, dessen Ende man schon nach wenigen Seiten zu fürchten beginnt, weil man süchtig geworden ist nach seinem Ton und dem mitleidslosmitfühlenden Blick, mit dem der 63-Jährige auf seine Figuren und das Leben schaut.«
(Eva Behrendt Cicero )»Mittelreich ist die geglückte literarische Auseinandersetzung mit dem ländlichen Katholizismus, mit einem Erbe, vor dem manche bis heute davonlaufen — das man aber auch wie im Falle Bierbichler annehmen kann, um es umzupflügen.«
(Andreas Fanizadeh tageszeitung )»Bierbichler schreibt wie ein angeschlagener Boxer, der wild nach vorn drängt. Ungeschützt, wüst, toll.«
(Stern )»Denn Bierbichler beschreibt nicht einfach Welt und Wirklichkeit, er rennt mit kratzbürstiger Garstigkeit gegen sie an. Zu dieser Erzählweise gehören mundartliche Dialoge, grelle Bilder, schräge Schwänke, unvermittelte Handlungsbrüche; nie aber verläppert sich dieser Roman in Prosaplätzscherei. ... Und schon damals fiel einem der berühmte Kafka-Satz ein: ›Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.‹ Ein solches Axt-Buch ist Mittelreich. Ein großes Buch.«
(Dirk Pilz Frankfurter Rundschau )»Im Grossen und Ganzen ist hier ein Schriftsteller geboren, der, selbst wenn es bei diesem einen Roman bliebe, zu den unvergesslichen Stimmen dieser Jahre gehören wird. Was für ein Kerl. Was für ein Roman!«
(Martin Ebel Tages-Anzeiger )»Das ist, in kraftvoll realistischer, manchmal auch kleistisch kataraktgleicher Prosa geschrieben, ein Märchen: wie es im Leben manchmal passiert. Doch der große Theater- und Filmschauspieler Josef (Sepp) Bierbichler ... erzählt auch von der Fülle des Scheiterns. Von heillos komischen Katastrophen, von fürchtertlicher deutscher Weltgeschichte, die selbst die Dörfler am oberbayrischen See in ihren erdbraunen, blutigen Fängen hält.«
(Peter von Becker Der Tagesspiegel )
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
....bierbichlers wuchtiger, echter heimatroman .....,
Von J. Fromholzer "fromholzer" (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Mittelreich: Roman (Gebundene Ausgabe)
Josef Bierbichler hat einen echten bayerischen Heimatroman geschrieben, ohne Sentimentalitäten, ohne Kitsch. Er schreibt so, wie er spricht, man hört ständig seine Stimme im Kopf beim Lesen (wenn man ihn öfters auf der Bühne gesehen und gehört hat).Bierbichler packt die familiären Geschichten und großen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts in stimmungsvolle, lokale Bilder. Das Leben auf dem Land (unweit von München) wird auch von der Nähe der Hauptstadt "Minga" dominiert. Die reichen und neureichen Münchner ("Sommerfrischler") erobern sich den See, wo das Ganze spielt. Dass der Autor diese Leute nicht mag, hat er schon in seinem ersten Buch "Verfluchtes Fleisch" geschrieben. Ein besonderer Glücksfall ist das "Mittelreich-Hörbuch", das eine Gesamtlesung des Textes durch den Autor bietet; man kann es nach dem Lesen des (gedruckten) Buchs zusätzlich anhören und wird durch Bierbichlers Vortrag ganz neue Facetten entdecken. Obwohl Josef Bierbichler auf Bayern-2-Radio angekündigt hatte, sein Buch so zu lesen wie Heiner Müller gelesen hat, also einen Text "runterzuleiern" (Zitat), macht er dies nicht. Bierbichlers Vortrag ist souverän bayerisch, jedoch mit großer Distanz zu professionellen Hörbuchsprechern. Bücher wie "Mittelreich" sind eine Seltenheit in unserer Gegenwart. Ein Nachtrag: Momentaufnahmen von Bierbichlers Lesung in St. Pölten am Landestheater, 19.10.2011, die ich besucht habe. Das Publikum "windet" sich bei eingeschaltetem Saallicht, als er die ganze Schlachtszene, Zuber Storch mit der Sau, liest. Das Publikum beginnt zu hüsteln, sich zu räuspern, den Zuhörern wird es unangenehm. Bierbichler ist in Topform, schaut demonstrativ ins Publikum hinunter, trinkt Rotwein und Weißbier durcheinander. Ein perfekter Abend. Bierbichler liest 90 Minuten, obwohl er eigentlich nur sechzig lesen wollte, wie er sagte. Der gesamte Text lebt natürlich davon, dass er von Bierbichler selbst interpretiert wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lesen!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Mittelreich: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein Sturm spielt in "Mittelreich" eine besondere Rolle - und sturmgleich hat es mich auch umgehauen, dieses Buch. Familiengeschichten gibt es viele und wenngleich diese einige erstaunliche Wendungen aufzuweisen hat, ist es weniger der Inhalt, der mich begeistert, es ist die Form: Bierbichler bedient sich einer gewaltigen, wuchtigen, brachialen Sprache. Schier nicht enden wollende Sätze, für den ich jedem anderen Verfasser die Pest an den Hals wünschen würde, wechseln sich ab mit bestürzend kurzen. Ausdruck und Wortwahl zeigen Kreativität und großes Können. Bierbichler malt mit Sprache und erzeugt so ein Spannungsgefüge, dem man sich kaum zu entziehen vermag. Er läßt lebendige Bilder entstehen, Bilder von Landschaften, ihren Menschen und ihren Geschichten. Das ist, so meine ich, Schreibkunst auf allerhöchstem Niveau. Fünf Sterne für ein Meisterwerk. Lesen!
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32 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Mittelgut,
Von Bluesbrother (Gräfelfing) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mittelreich: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ja, dieser Roman ist wuchtig, nicht nur von seiner Stämmigkeit, mit der er in der Hand liegt. Er wirkt wortgewaltig, Sprachverliebt, in seiner Mischung aus bayerischer Derbheit und poetischer Schilderung auch richtig neu. Was kraftvoll beginnt, lässt auch kaum nach, der Autor kann diesen mitunter anmaßend pathetischen Ton halten, und doch, leider muss ich es sagen, kam es mir manchmal vor, als würden alle Worte die Figuren vor allem nur verschütten, sie unsichtbar machen hinter dem Anspruch, es auf die eigene Weise zu schildern, eben jenem kraftvoll bayerisch donnernden Tonfall. Auch bemerkte ich, wie mir die Personen lange oft fremd blieben, wie sie hinter all den vielen Worten ihr eigentliches Leben eher versteckten, wie es dem Autor wichtiger war, als allwissend darüberschwebender Erzähler seine Meinung über die dunklen Zeiten im Land und speziell dort am See kundzutun, statt sie seine Figuren fühlen und erleben zu lassen.Wortgewalt heißt hier langsames, fast lähmend redundantes Erzählen, als wäre das schlichtere Leben der Figuren dahinter zu wenig. Ich hatte mich auf eine bayerische Familiengeschichte gefreut, kein Komödienstadel natürlich, sondern echte, handfeste Figuren und ihr Leben voller Brüche und Gegensätze. Auch auf Dialoge, doch diese liebt der Autor nicht sehr. Josef Bierbichler bleibt auch als Autor kantig und nicht jedermanns Sache. Was ich durchaus positiv meine. Aber eine hymnische Rezension wie andere kann ich nicht schreiben, dazu hat mich diese Geschichte einfach zu oft - sorry - gelangweilt. Und noch was zum Schluss, aber dafür kann der Autor ganz bestimmt nichts: Warum geriet das Titelbild bloß so fad? Deutsche Tristesse at its best. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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