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Musikalisch bietet Mittelpunkt der Welt nichts Neues, also Altbewährtes in bewährter Besetzung (Jakob Ilja: Gitarre; Richard Pappik: Schlagzeug; David Young: Baß und Sven Regener: Gesang, Rhythmusgitarre und Trompete) sprich: Das, was wir immer schon gerne gehört haben und wieder gerne hören wollen. Man muss das Rad ja nicht jedes Mal neu erfinden. Solange Schnodderschnauze Regener immer noch solche Zeilen einfallen wie Wo die Neurosen wuchern, will ich Landschaftsgärtner sein, und dich will ich endlich wieder sehen, darf einem der eine oder andere Song ruhig bekannt vorkommen.
Jetzt freuen wir uns erst mal auf den Herbst. Denn der ist damit gerettet. Und danach kommt der Winter. Und wenn der überstanden ist, gibt es bald schon wieder eine Element of Crime-Tour: Draußen ist alles klar, der letzte Sportsfreund, da geht er, die letzte U-Bahn geht später, und du bist immer noch da...und alles ist ganz wunderbar. -- Axel Henrici
Wenn sich die ersten Takte von "Delmenhorst" in die Gehörgänge schrammeln, wenn Sven Regener bei "Wenn der Winter kommt" es schafft, einen fast schon verboten kitschigen Text doch irgendwie würdevoll rüberzubringen, wenn sich Paranoia auf teuer reimt und wenn bei "Mittelpunkt der Welt" ein Song mit zwei Akkorden doch hervorragend funktioniert, ist das zu hundert Prozent Element of Crime. Der Unterschied zum Vorgängeralbum ist die fehlende Opulenz und das zweifelsohne bessere Cover.
Ein wunderbares Album für den Fan. Ein schönes Hörerlebnis für den Element of Crime-Novizen. Eine Enttäuschung für all jene, die sich ihre Lieblingsband noch länger als Geheimtipp gewünscht hätten (die Verkaufszahlen sprechen Bände) und für alle, die sich radikale Neuentwicklungen erwartet hätten. Ich gehöre zur ersten Kategorie - deshalb fünf Sterne.
Ich kann diese CD nur Empfehlen!!!
Regener besinnt sich wieder auf seine Stärken und schreibt poetische, einfühlsame Texte (Anspieltipps: "Wenn der Winter kommt" und "Still wird das Echo sein"), mit stellenweise verboten guten Textzeilen.
Die CD steht in meiner Topliste nur ein ganz kleines bisschen unter "Weißes Papier" und eine ganze Stufe über "Psycho" und "Romantik".
SO kennen und lieben wir Element of Crime. Bleibt nur zu hoffen, dass sich endlich der verdiente Erfolg einstellt und die Band nicht im Einheitsbrei um Juli, Silbermond und all den anderen halbintellektuellen Bands untergeht...
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