Die 54 Seiten des Kinderbuchs von Zoë Jenny (Text) und Bernd Pfarr (Zeichnungen) lassen sich bequem an zwei Abenden beim Zu-Bett-Gehen vorlesen, auch wenn "Mittelpünktchen", der andauernd verloren gegangene und wieder gefundene Teddybär, ein Zungenbrecher ist. Die Geschichte ist leider in einem recht harten Ton geschrieben, wie wenn es heute nichts mehr anderes gäbe, als vergessen oder allein gelassen zu werden. Weil die Stationen von Mittelpünktchen rasant wechseln, von Deutschland über Istanbul nach New York und ab in den Himalaja, bleiben die Möglichkeiten, vertiefte Kontakte zu knüpfen, gering. Das Buch hinterlässt bei mir deshalb einen lieblosen Eindruck. Als ob man einen Handelsreisenden begleitet und ihm zusieht, wie er in der Abflughalle auf den nächsten Jet wartet.