Bei diesem Kalender sollten sie folgendes nicht tun: aus dem eigenen Fenster gucken.
Denn wir sind hier in Deutschland. Da regnet es. Nebelschwaden ziehen umher. Es ist kalt. Und naß. Und ... überhaupt nicht schön.
Am Mittelmeer dagegen ist immer schönes Wetter. Und die Sonne scheint. Und das Meer ist blau. Und die Blumen blühen allerorten. Und Fischerboote dümpeln in einem pitoresk anmutenden Hafen. Und Wellen rollen sanft gegen Felsen. Und ...
Auf diese Art könnte man schwermütig werden. Ach, wir sind doch in Deutschland. Und das Wetter ist so mies.
Ist es das nicht auch am Mittelmeer? Irgendwann, irgendwo? Auf den Kalenderblättern ist davon nichts zu spüren. Die Sonne lacht, das Meer gluckert, bunte Häuser ducken sich vor einem Hügel. Woche für Woche, das ganze Jahr hindurch.
Das ist fast zu viel des Guten. Kein Regenschauer, kein brüllendes Meer, das die Strandliegen fortspült und verbeult an einer Hafenbefestigung liegenläßt, keine herumschwimmenden Wasserflaschen von den letzten Touristenhorden, nichts. Nur Sonnenschein.
Irgendwann freut man sich nicht mehr auf die nächste Woche und das nächste Postkartenkalenderbild vom Mittelmeer. Denn es gibt nicht mehr viel, worauf man sich freuen kann, schönes Wetter ist sowieso immer.
Dann lieber ab und zu aus dem Fenster gucken. Das Wetter ist mies in Deutschland. Aber es wird wieder besser, irgendwann. Und darauf freue ich mich jetzt schon.