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Mittelalterliche Kampfesweisen 1: Das Lange Schwert. Talhoffers Fechtbuch Anno Domini 1467: ... Talhoffers Fechtbuch Anno Domini 1467: I
 
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Mittelalterliche Kampfesweisen 1: Das Lange Schwert. Talhoffers Fechtbuch Anno Domini 1467: ... Talhoffers Fechtbuch Anno Domini 1467: I [Gebundene Ausgabe]

André Schulze
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 196 Seiten
  • Verlag: Zabern; Auflage: 1 (1. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805336527
  • ISBN-13: 978-3805336529
  • Größe und/oder Gewicht: 30,6 x 24,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.588 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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André Schulze
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Buch für alle, die wissen wollen, wie die mittelalterlichen Elitekämpfer - die Ritter - mit dem Schwert umgingen. Mit der Reihe "Mittelalterliche Kampfesweisen" erscheint die bisher umfangreichste Abhandlung mit Analysen und Darstellungen mittelalterlicher Kampftechniken. Die Originaltafeln aus dem Gothaer Codex von Fechtmeister Hans Talhoffer werden in hervorragender Qualität reproduziert, ganzseitige Farbaufnahmen lassen alle Details deutlich erkennen.

Der Verlag über das Buch

Hans Talhoffer ist die vielleicht bekannteste Persönlichkeit in der "Zunft" der Schwertmeister. Doch er war nicht nur ein Meister im Umgang mit dem Schwert, sondern er unterrichtete auch in vielen anderen Waffengattungen des Zweikampfes sowie dem Leibringen. Dieser erste von vier Bänden umfaßt alle 67 Tafeln aus dem ersten Teil des Codices zur Technik des Langen Schwertes. Jede einzelne Tafel wurde neu übersetzt, analysiert und anhand einer Farbfotoserie anschaulich nachgestellt. Vermittelt wird ebenso Wissenswertes zu den historischen Hintergründen, beispielsweise die Bedeutung des Schwertkampfes für das Rittertum, der gesellschaftliche Rang der Fechtmeister sowie der Stellenwert ihrer Kunst und die damalige Gerichtsbarkeit. Zusammen mit dem Glossar machen diese Hintergrundinformationen das Buch zu einer wichtigen Quelle für den Historiker. In der Biographie Meister Talhoffers wird seine Persönlichkeit - in der die Wurzeln seiner Kampfkraft ruhen - beleuchtet, so daß der Leser einen Einblick in die Welt des großen Fechtmeisters und seiner Geheimnisse in der Kunst des Kampfes erhält. Durch die Erklärung von Basisübungen im Umgang mit dem Schwert unter Berücksichtigung moderner Biomechanik kann der Band auch als Handbuch für Schwertübende und an historischen Kampfkünsten interessierte Leser dienen. Das Grußwort verfaßte S.E. Reichsgraf Johannes von Königsegg, Nachfahre Ritter Lutolds von Königsegg, der noch selbst von Talhoffer unterrichtet wurde.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Enttäuschend 28. Februar 2007
Von Hüklüt
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist sehr teuer und ich habe es mit sehr großen Erwartungen gekauft. Nach der Lektüre war ich dann sehr enttäuscht. Der Inhalt des Buches entspricht überhaupt nicht den Erwartungen, die das hochwertige Äußere weckt. So hätte ich bei einem Hardcover-Buch zu einem solchen Preis gestochen gescharfe, klare Fotos erwartet.

Das Gegenteil ist der Fall. Viele Fotos sind unscharf, wirken seltsam verschwommen. Dann sind die Bilder Inhaltlich eine Katastrophe. Die Darsteller, die hier die alten Fechtpositionen nachstellen, sind entsetzlich gekleidet - in Leggins, gummistiefelähnlichen Stiefeln, Jacken ähnlich Judojacken und billig aussehenden Gürteln. Grauenvoll.

Im Text nervt der ständige Dank und der ständige Hinweis auf irgendwelche Aikiko-Meister. Was hat Aikiko mit dem mittelalterlichen Fechten aus Europa zu tun? Es werden befremdlichen Bezüge hergestellt - so zu Tempeltänzern aus Indien, die angeblich ähnliche Bewegungen ausführen wie Talhofer in seinem Fechtbuch. Die Ähnlichkeit konnte ich auf der Abbildung beim besten Willen nicht erkennen.

Das Fechten mit dem Langschwert und der Beschäftigung mit europäischen Kampfkünsten scheinen seit einiger Zeit eine starke Anziehungskraft auf Menschen auszuüben, die sich bisher mit asiatischen Kampfkunstsystemen beschäftigt haben. Talhofer und andere Fechtmeister haben ja nur wenige Bilder und wenig Text hinterlassen. Es besteht dabei dann die Gefahr, dass die vielen vielen Leerstellen mit dem Know hows gefüllt werden, das aufgrund der asisatischen Techniken vorliegt. Das mag auch unabsichtlich passieren. Kommen die Leute vom Kendo, sehen die Langschwerttechniken, die sich dann vorführen, häufig seltsamerweise auch nach Kendo aus. Kommen die Leute vom Aikiko, sehen die Techniken und Bewegungen immer ein bisschen nach Aikiko aus. Ich denke, nicht, dass das Fechtmeister Talhofer und den alten Techniken wirklich gerecht wird. Dieses Buch scheint mir im Moment die Spitze dieser Entwicklung darzustellen.
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28 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die auf mehrere Bände angelegte Reihe Mittelalterliche Kampfesweisen beginnt mit den ersten 67 Tafeln des Fechtbuches von Hans Talhoffer aus dem Jahre 1467, das man bisher nur in mittelmäßigen Nachdrucken kannte. Doch hier werden die Originaltafeln nicht nur in Farbe reproduziert, sondern auch von erfahrenen Fechtern rekonstruiert und im gesamten Ablauf des jeweiligen Kampfgeschehens anschaulich erläutert. Erstmals werden dabei den Originaltafeln aus einem mittelalterlichen Fechtbuch ihre modernen Rekonstruktionen auf Doppelseiten direkt gegenübergestellt. Für jemanden, der wie Rez. eigentlich aus den asiatischen Schwertkünsten kommt (Tai Chi Schwert) und nur in Grundzügen über mittelalterlich-europäischen Schwertkampf Bescheid weiß, sind diese Herleitungen sehr hilfreich und einige Parallelen augenfällig. In manchen Fällen könnte man zwar darüber diskutieren, ob hier dieser oder jener Schwertschlag angebrachter wäre, was aber den Wert einer solchen Rekonstruktion in keiner Weise mindert. Dazu enthält das Buch eine ganze Reihe von Hintergrundinformationen und ist reich mit historischen Darstellungen bebildert.

Nach einer historischen Einführung über das Gottesurteil in der Gerichtsbarkeit aus der Feder seiner Co-Autorin beschreibt André Schulze die Person des Hans Talhoffer und seine Fechtkunst aus der Sicht eines langjährigen Berufskollegen. Dabei verwendet er einen gewagten, aber nichts desto trotz revolutionären ganzheitlichen Ansatz, indem er Talhoffers Meisterschaft nicht nur sportlich, sondern auch spirituell erklärt. Dies mag im ersten Moment überraschen, ist aber  vor allem in der Zusammenschau mit den im Anhang beleuchteten sportphysiologischen Gegebenheiten  mehr als plausibel. Interessant ist z. B. die Erklärung, warum auch europäische Fechtmeister so überlegen waren: Durch Konzentrationsübungen, damals wohl in Form meditativer Gebete, war es möglich, diejenigen Teile im Gehirn zu aktivieren, die die empathischen Fähigkeiten steigerten. Zwar läßt sich europäische Fechtkunst natürlich nicht einfach von der fernöstlichen ableiten, beide Disziplinen lassen sich aber sehr wohl parallelisieren, wie zahlreiche Zitate in der Literaturliste deutlich machen.

Daß die Schwertfechter keine wilden Haudraufs waren, wird nicht nur in Talhoffers Biographie erläutert, sondern davon zeugen zahlreiche philosophische Zitate von Mayer, Hoveden und natürlich Talhoffer selbst, die in den Text eingestreut sind. Die Seele der Kämpfer wird so konkret beleuchtet, daß sich der Leser in diejenigen Menschen einfühlen kann, die in den Ordalen bis zum Tod kämpften. Das nächste Kapitel behandelt ausführlich den Codex aus dem Jahr 1467 selbst, seine Geschichte und Interpretation. Der Tafelteil zeigt zum ersten Mal und in außerordentlicher Qualität (wie beim Zabern-Verlag nicht anders zu erwarten!) die Nachdrucke der Originalabbildungen in Farbe. Durch die Übersetzung und Erklärung der Techniken kommt auch ein relativ ungeübter Schwertschüler mit den interpretierenden Fotos klar, denn jede Tafel wird mit etwa 3-6 nachstellenden Fotos verdeutlicht. Daß dabei die Kleidung der Fechter nicht oder nur bedingt authentisch ist, dürfte nur verbissene A-Fanatiker in der Mittelalterszene stören. Schließlich sind die Techniken das Entscheidende, egal, ob sie nun im Gambeson oder im Bikini gezeigt werden. Auch das anschließende Glossar ist umfangreich und im Verwirrspiel der Technikbezeichnungen äußerst hilfreich. Zuletzt wird in einem Buch über historisches Fechten  endlich!  einmal auf die Biomechanik beim Schwerttraining eingegangen.

Fazit: das Buch ist ein unbedingtes Muß nicht nur für europäische Fechter, sondern auch Budoka können aus der Fülle der erläuterten Techniken ihren Nutzen ziehen.
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11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
absolut empfehlenswert 10. April 2007
Von semiramis
Format:Gebundene Ausgabe
Der Band gliedert sich in einen historischen und in einen Interpretationsteil.

Zunächst gibt es einen sehr interessanten und gut zusammengefassten Überblick Lohnkämpfer und Gottesurteil". Die Biographie des Fechtmeisters Hans Talhoffer finde ich zwar spannend, ist mir aber etwas zu pathetisch. Die Vergleiche mit den asiatischen Kampfschulen sind bemerkenswert, so ist die Beinarbeit von Shiva auf Tafel 32 als Fußhaken deutlich zu erkennen. Die Qualität und Auswahl der Abbildungen ist sehr hochwertig. Auf den farbigen Reproduktionen im Tafelteil der Originalhandschrift erkennt man erstmalig jedes Detail. Die ersten 67 Tafeln um das lange Schwert werden in Fotoserien und Text anschaulich erläutert. Die Kampftechniken sind sauber dargestellt, die Interpretationen meist sehr gut nachzuvollziehen, auch für den uneingeweihten Fechter.

Einige der Interpretationen sind meines Erachtens nicht immer historisch korrekt, worauf der Autor aber keinen Anspruch erhebt, wie er selber schreibt; allerdings ist auch eine große Vielzahl an Techniken erläutert und diese haben Hand und Fuß, besonders was die Ringertechniken angehen. Die einfache Fechtkleidung (Gambesons und meist Schnabelschuhe) geht in Ordnung. Alles in allem bietet das Buch eine Fülle an historischen und kampftechnischen Informationen, die einen echten Einblick in das historische Fechten gibt. Bei allem, was es auf dem Markt gibt, wohl eines der besten Bücher über HEMA und sehr empfehlenswert. Auf den zweiten Band bin ich schon sehr gespannt.
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