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Mitteilungen an Max [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Hildesheimer
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp (29. Juni 1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518221000
  • ISBN-13: 978-3518221006
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,9 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 314.259 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Wolfgang Hildesheimer
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ich habe die 59 Seiten starken Mitteilungen an Max, über nichts Geringeres übrigens als über den Stand der Dinge, und anderes allerdings auch, mittlerweile, und vielleicht indiskreterweise, an sieben oder acht mir bekannte Personen geschickt, deren Reaktion ich noch abwarten muß, weil sie, soviel war zu erfahren, sich krankgelacht haben und folglich derzeit das Bett hüten. (Offenbar teilen sie sich in das eine.) Ich selbst, der ich mir längst kein Gelächter mehr leiste, es sei denn ab und an ein halkyonisches, in das ich ausbreche, bin seit der Lektüre ein anderer geworden..." (Willy Hochkeppel, Die Zeit)

Über den Autor

Wolfgang Hildesheimer, geb. am 9.12.1916 als Sohn jüdischer Eltern in Hamburg, verlebte seine Kindheit in Hamburg, Berlin, Cleve, Njimegen und Mannheim. Nach der Machtergreifung Hitlers musste er 1933 mit seinen Eltern über England nach Palästina emigrieren. In Israel absolvierte er von 1934-37 eine Tischlerlehre und wurde in Möbeldesign und Innenarchitektur unterrichtet. 1937-39 studierte Hildesheimer in London Malerei und Bühnenbildnerei an der Central School of Arts and Crafts. Während dieser Zeit hielt er sich auch in Cornwall auf; nach seiner Rückkehr nach Palästina 1939-42 als Englischlehrer am British Council in Tel Aviv und bis 1946 als Informationsoffizier in Jerusalem tätig. Bei den Nürnberger Prozessen arbeitete Hildesheimer als Simultandolmetscher (1946-49), nach 1948 als Redakteur ihrer gesamten Protokolle. Danach zog er sich für vier Jahre an den Starnberger See zurück, wo er zu schreiben anfing und als Maler seinen Lebensunterhalt bestritt. 1957 siedelte Hildesheimer ins schweizerische Poschiavo/Graubünden über, wo er am 21.8.1991 verstarb. Bereits 1983 hatte der Autor bewusst aufgehört, literarische Texte zu schreiben. Danach widmete er sich vorwiegend seinen Grafiken und Collagen. 1966 erhielt Hildesheimer den Georg-Büchner-Preis. Zu den weite

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dieses Buch spaltet die Leserschaft. Wenn man den Sinn dahinter nicht versteht, ist es eine Ansammlung von Kalauern: "Der Apfel fiel dies Jahr nicht weit vom Stamm - das hat die Ernte um wesentliches erleichtert."
Aber was Hildesheimer hier vorführt ist vor allem einmal die Sprache an sich. Er führt sie ad absurdum, er demonstriert die Leere von Worthülsen, und demaskiert damit auch gleich sinnleere und sprachlich überfrachtete Lyrik. Er ist witzig, man kann sich des Lachens kaum erwehren, aber sobald man anfängt, darüber intensiver nachzudenken bleibt es einem im Halse stecken.
Ein großes Buch (auch wenn es ganz dünn ist) über die Sprache, die Welt in der wir leben und den ganzen Rest.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Mitteilungen an Max [Frisch], die Wolfgang Hildesheimer dankenswerterweise uns allen zum Staunen, Lachen oder Ärger (je nach persönlicher Neigung) überlassen hat, sind eine der letzten Manifestationen und Manifeste seines brillianten Geistes, seines bemerkenswerten und unbestechlichen Scharfblicks und seines ebenso beißenden wie melancholisch-resignativen Humors. Ein scheinbar oberflächliches Dahinplätschern eines Bächleins von Kalauern erweist sich als tiefer Strom, der jedem, der unaufmerksam hineintappt, die Füße und den "gesunden" Menschenverstand wegreißt. Ein weiterer souveräner Abgesang des Meisters des Absurden auf die Sinnsuche in der Sprache, die Sinnsuche überhaupt. Eine fröhliche, erbarmungslose Entlarvung und Demontage der Sprache durch die Sprache, in der höchste Komik und tiefster Ernst einander durchdringen. Hildesheimer reißt Hülle auf Hülle weg, bis der Leser schließlich in einen (Zerr-)Spiegel blickt und ihm nichts mehr bleibt als das Lachen. Aber auch dieses nimmt ihm Hildesheimer zuletzt noch in einer bloßen Andeutung der katastrophalen Zukunftsperspektiven, welche er in "Biosphärenklänge" explizit ausgeführt hat. Wo finden wir uns schließlich wieder, wenn nicht im Zillertal oder auf den Tulpenfeldern Hollands?
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Kein Auge bleibt trocken wenn der Apfel nicht weit vom Stamm fÃllt, denn das erleichtert die Ernte ja ungemein. Oder wenn endlich mal die Frage gestellt wird was beim ZÃrcher Knabenschieþen wirklich vor sich geht.
So trocken, so wahr, so lustig und so ernst zugleich.
Wenn die Augen nach dem Lachen trockengerieben sind kann man getrost nach dem tiefen Schmerz suchen den Hildesheimer in seine Mitteilungen steckt.
Wenn man (zugegebenermaþen ich erst beim dritten mal lesen)bedenkt wie bald nach diesem "BÃchlein" Hildesheimer Selbstmord begangen hat, kann man die Mitteilungen nur als den "Lustigsten" Abschiedsbrief der Literaturgeschichte bezeichnen.

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