| ||||||||||||||||||||||||||||||
|
Lesen ist Leben
Hier finden Sie alle Bücher von Herder auf einen Blick: Entdecken Sie die Vielfalt des Herder-Verlags. |
Produktinformation
|
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
89 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Erleben einer öffentlichen Frau,
Von
Rezension bezieht sich auf: In der Mitte des Lebens (Gebundene Ausgabe)
Die Bischöfin und neue Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschland, Margot Käßmann, hat mit ihrem neuen Buch eine Standortbestimmung versucht. Vielleicht ist es deshalb auch so persönlich geworden wie bisher kein anderes von ihr.Dabei unterläuft Margot Käßmann nicht der Fehler, sich selbst als leuchtendes Vorbild, als erfolgreiche Frau und Mutter von vier Kindern darzustellen. Autobiographisches wird nur benutzt, um Prinzipielles zu verdeutlichen. Eigene Erfahrungen werden mit Predigttexten, biblischen Geschichten und Tagebucheintragungen gemischt. In zehn Kapiteln beschreibt Käßmann Themen wie Jugendlichkeit und Alter, Schönheitswahn und Krankheit. Immer mit Bezug zur Bibel. Der Titel ist Programm: "Ich denke, es gibt so ein Lebensgefühl um die 50. Das erleb ich bei mir und bei Freundinnen und Freunden - das Gefühl, du hast viel schon hinter Dir; viel Erfahrung, und vor Dir liegt das Alter und auch das Sterben. Dieses Gefühl, dazwischen zu sein, ist ein Spannungsgefühl, wobei ich weiß, mit 50 hat man die Mitte wahrscheinlich längst überschritten." Über das Altern schreibt sie: "Wir sind ja eine Gesellschaft, die Alter überhaupt nicht aushält. Da müssen die Falten sofort unterspritzt werden. Wir tun alles, um nicht alt auszusehen aber möglichst dann doch wieder alt zu werden. Und ich denke, die Bibel ist auch eine Ermutigung, in Würde alt zu werden. Das wünsche ich mir jedenfalls für mich, dass ich die Nerven habe, dazuzustehen, dass die Haare grauer werden, dass Du langsamer läufst und dass auch diese allgemeine Nachricht, dass der Mensch sterblich ist, irgendwann eine sehr persönliche Botschaft für Dich wird." Dass dieses Buch auch der eigenen Klärung der geschiedenen Ehe und der Krebserkrankung dient, ist spürbar: "Ich denke, da ist genau so ein Punkt, wo es auch eine Grenze gibt. Wenn ein Paar sich nach 26 Ehejahren scheiden lässt, ist das ein sehr persönlicher und privater Prozess, der meines Erachtens auch im Detail nicht in die Öffentlichkeit gehört. Was vor sich gegangen ist. (...) Die Scheidung hat mir wehgetan, das schreib ich in dem Buch auch noch mal, aber ich werde sie nicht im Detail an die Öffentlichkeit zerren." Aber auch andere Themen werden angesprochen, die man von einer Kirchenfrau weniger erwartet, wie Sex im Alter, Menopause, Sterbehilfe. Margot Käßmann ist mit ihren Ämtern eine öffentliche Person geworden. Sie ist meinungsfreudig und wortgewandt und immer da, wenn sie die evangelische Kirche in der Öffentlichkeit vertreten soll. Wie sie neben ihren vielen Terminen noch Zeit findet, Bücher zu schreiben, bleibt ihr Geheimnis. "In der Mitte des Lebens" ist keiner der üblichen Ratgeber für Frauen ab 50. Und wenn das Buch sich auch eher an die Frauen dieser Welt richtet als an die Männer, so sind doch bei dem Thema "50 plus" beide Geschlechter gleichermaßen angesprochen - und deshalb ist das Buch auch für Männer durchaus lesbar. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
76 von 91 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Weibliche Lebensmitte,
Von
Rezension bezieht sich auf: In der Mitte des Lebens (Gebundene Ausgabe)
Ich finde es als Mann sehr wertvoll das Buch von Margot Käßmann zu lesen, die eindeutig aus weiblicher Sicht über die Lebensmitte nachdenkt. Das tut sie als Bischöfin, als Theologin, als Mutter von vier Kindern und Freundin von unzähligen Menschen, mit denen sie intensive Beziehungen unterhält. Manches kennt man schon von ihren öffentlichen Auftritten, anderes ist neu zu lesen. Besonders eindrucksvoll ist sicherlich die Beschreibung ihrer eigenen Krebskrankheit. Hingegen verwundert, dass sie zwar ihre Scheidung erwähnt, aber den Namen ihres Mannes und die näheren Umstände nicht ein einziges Mal erwähnt, obwohl doch sogar ihr Hund namentlich genannt wird.Was ihre Sicht der Dinge von anderen Ratgebern unterscheidet, ist nicht nur die spirituelle und theologische Gewichtung, sondern auch die bewusst weibliche Wahrnehmung. Veränderungen des Körpers werden nun einmal von einer Frau intensiver erlebt als vom Mann. Neu war mir der Gedanke, den sie vom Zoologen Dawkins übernimmt, der beschreibt, dass biologische Eltern Gene weitergeben, aber die Gesellschaft insgesamt, also auch die kinderlosen, Meme" tradieren: Ein Bewusstsein für die Kultur und Tradition, für die Werte einer Gesellschaft. Wir sind gemeinsam verantwortlich für die Weitergabe der Meme, der Kultur, der Tradition, der Werte unserer Gesellschaft, ja, auch unseres Glaubens." S. 18 f. Das Buch strotzt voller Lebenslust, was in der Kirche doch ungewöhnlich ist. Mitunter zeigt sich das sogar in einer recht flotten und legeren Sprache. Dass sie auch politisch auf der Höhe der Zeit ist, spürt man in jedem Kapitel. Mit Recht weist Käßmann darauf hin, dass erst jetzt Frauen ihr Leben selbst gestalten können und eine Wahlfreiheit haben wie nie zuvor in der Geschichte. Es ist zu vermuten, dass auch Frauen in traditionellen Gesellschaften diese Freiheiten genießen würden. Dass damit kein Weg in die Dekadenz und Glaubenslosigkeit beginnt, zeigt dieses Buch sehr eindrücklich. Als Bischöfin Käßmann zur EKD-Ratsvorsitzenden gewählt wurde, gab es nicht nur evangelikale Kritiker, sondern auch Ökumeniker, die negative Folgen für die interkonfessionellen Beziehungen befürchteten. Besonders scharfe Reaktionen aus katholischen und orthodoxen Kreisen wurden erwartet. Tatsächlich kamen aus Russland unfreundliche Signale. Vielleicht sollte man darum dieses Buch ins Russische übersetzen, damit man auch im Osten endlich Anschluss findet an das christliche Bewusstsein der Moderne. Den Evangelischen ist zu wünschen, dass sie ihre Frauenordination international selbstbewusst und theologisch gründlich bekräftigen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
43 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Älter werden mit Zuversicht und Gelassenheit,
Von
Rezension bezieht sich auf: In der Mitte des Lebens (Gebundene Ausgabe)
"50 - und definitiv zu alt für faule Kompromisse. Die Frage ist: Was war bis hierher? Und: Was habe ich noch vor?" so heißt es auf der Verlagsseite zu diesem Buch. Margot Käßmann war seit 1999 Landesbischöfin, erkrankte 2006 an Krebs, ließ sich nach 26-jähriger Ehe scheiden. Sie hat vier Töchter, und ihre Karriere wurde gekrönt von der Übernahme des Ratsvorsitzes der Evangelischen Kirche im Oktober 2009. Sie hat viele Höhen und Tiefen erlebt und bewältigt. Gestern trat sie von allen Kirchenämtern zurück, nachdem sie alkoholisiert Auto gefahren und beim Überfahren einer roten Ampel erwischt worden war.Margot Käßmann blickt in ihrem Buch mit Gelassenheit und Leidenschaft auf ihr bisheriges Leben, sie schildert die harte und ebenso schöne Wirklichkeit. Sie nimmt zu allen Themen Stellung, die sich in der Mitte des Lebens als relevant erweisen: Jugendlichkeit und Älterwerden, Familie, Freundschaft und Alleinsein, Schönheit und Scheitern, Krankheit und Glück, Grenzen und Kraftquellen, Routine und Veränderung. Insbesondere das Kapitel über ihre Erkrankung wirkt sehr authentisch. Es ist persönlich geschrieben und spricht den Leser unmittelbar an. Sie schreibt: "Ich selbst habe Glück empfunden nach der Krebserkrankung. Dieses Gefühl: Ich bin noch am Leben! Die Dankbarkeit, bewahrt worden zu sein, die war groß." Und weiter: "Heute habe ich die Balance wiedergefunden. Es hat ein paar Jahre gedauert, aber ich könnte heute wieder von mir sagen, dass ich glücklich bin. Auch das ist eine Erfahrung in der Mitte des Lebens: Du gehst durch tiefe Täler, aber du musst nicht unten bleiben, sondern du findest wieder einen Hügel, von dem aus du einen freien Blick über das Land hast." Hier beschreibt sie ihre Lebensphilosophie, die ihr auch in der augenblicklichen Krise helfen wird, bald wieder glücklich zu leben. Sie vermittelt Zuversicht und die Gewissheit, dass es jenseits der 50 für jeden möglich ist, ein selbst bestimmtes Leben voller Sinn und Glück zu führen. Ihre Lebenskunst basiert auf einem tiefen Glauben, der auch gestern in ihrer Rücktrittserklärung wieder deutlich wurde. Dort schloss sie mit den Worten: "Zuallerletzt: Ich weiß aus vorangegangenen Krisen: Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand, und für diese Glaubensüberzeugung bin ich auch heute dankbar." Das Buch gibt seinen Lesern, ganz besonders den Leserinnen in der zweiten Lebenshälfte viel Inspiration für ein gutes und glückliches Leben. Es vermittelt die Botschaft, dass man voller Kraft und Zuversicht älter werden kann, wenn man den Mut hat, sein Leben ohne faule Kompromisse, mit Rückgrat und Achtung vor sich selbst zu führen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
Die neuesten Kundenrezensionen |
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
|