Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Miteinander streiten
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Miteinander streiten [Taschenbuch]

Frank Naumann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.




Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Rowohlt Tb. (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499197952
  • ISBN-13: 978-3499197956
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 124.385 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Konfliktfreie Kommunikation ist ein hehres Ideal mit geringerer Wirksamkeit. Auch der Besuch des soundsovielten Kommunikationstrainings nützt wenig in der Wettbewerbsgesellschaft, in der Status- und Erfolgskämpfe, verletzender Streit und nicht immer subtile Gewalt den Alltag bestimmen. Eine realistische Alternative zum nie gelingenden Nettsein könnte darin liegen, die Fähigkeiten zu produktive Streit zu üben. Der Kommunikationspsychologe Frank Naumann zeigt, wie es geht.

Autorenporträt

Dr. Frank Naumann, Jahrgang 1956, hat Philosophie studiert, ist habilitiert und hat sich auf philosophische Fragen von Biologie, Psychologie und Medizin spezialisiert. Seit mehreren Jahren lebt er als freischaffender Sachbuchautor und Kommnikationspsychologe in Berlin. Er veröffentlichte Hörspiele, einen Roman und mehrere Sachbücher, u.a.: Erste Hilfe für die Seele (1996), Mut zur Krankheit (1998), Miteinander streiten (1995), Solo in die Jahre kommen (1997).


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 
(3)

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ich kann dieses Buch rundum empfehlen.

Es ist sehr leicht zu lesen und durchgängig geschrieben. Die vielen Beispiele runden das Buch ab.

Naumann setzt sich mit dem Nutzen vom Streit auseinander, beschreibt die möglichen Auswirkungen von verdrängten (Wut-)Gefühlen und geht auch auf die Gefahren des (unproduktiven) Streitens ein.

Im zweiten Teil des Buches stellt Naumann den produktiven Streit vor - und geht dabei speziell sowohl auf den Streit am Arbeitsplatz als auch in der Familie ein.

Das Inhaltsverzeichnis:
- Sich vertragen um jeden Preis?
- Warum wir Streit brauchen
- Ich streite, also bin ich
- Wie ich dir, so du mir
- Angriff, Flucht, Verteidigung
- Imponieren, Kritisieren, Ignorieren
- Der Streit am Arbeitsplatz
- Der Streit in der Partnerschaft und mit Kindern
- Mit der Verschiedenheit leben: Plädoyer für eine neue Streitkultur

War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Stilvoll Streiten 2. Dezember 2007
Streiten? Ja klar, ich streite gerne. Würden Sie das sagen? Es ist ein Tabubruch, zuzugeben, dass man es mag, wenn die Fetzen fliegen oder Teller zu Bruch gehen. Streiten kann etwas befreiendes haben, denn es gehört zur Partnerschaft und kann der gegenseitigen Achtung wieder auf die Sprünge helfen, wenn dadurch Spannungen abgebaut oder vermieden werden können.
Streiten hält die Liebe lebendig, weil die Angst davor ein Zeichen von Harmoniesucht ist, sagt der Psychologe Frank Naumann in seinem Buch "Miteinander streiten. Die Kunst der fairen Auseinandersetzung". Diese Vorstellung ist meistens nur ein Ideal. Denn der Alltag von Paaren sieht anders aus. Anmuffeln, Nörgeln und gezielte Seitenhiebe machen vielen das Zusammenleben schwer. Nicht wegen unterschiedlicher Interessen oder Wertvorstellungen trennen sie sich, sondern es sind die zermürbenden Kleinigkeiten im Alltag. Vergessene Nachrichten, verschlampte Einkäufe, ein zu intensiver Blickkontakt mit dem netten Nachbarn. Schon ist der Knopf gedrückt, die Streithähne stellen ihre Kämme hoch und los geht's: Meistens gar nicht um den aktuellen Ärger, vielmehr, wer am Ende recht behält und als Sieger aus dem Gefecht hervorgeht. Dummerweise lässt auch der scheinbare Sieger ordentlich Federn, denn unterschwellig zerstört seine Rechthaberei den guten Willen des Partners. Dieser ist frustriert und wartet nur auf die nächste Gelegenheit zur Rache. Spätestens, wenn immer öfters «Nie- und Immer-Sätze» wie "Nie hörst du mir zu." oder auch "Immer kommst du zu spät." vermischt mit persönlichen Angriffen wie "Du hast das immer schon so gemacht." auftauchen, sollte die Alarmglocke läuten. Denn jetzt werden Meinungsverschiedenheiten mit Vorwürfen gewürzt, was meistens noch zusätzlichen Zunder bedeutet. Zufriedene Paare haben gelernt, Konflikte miteinander konstruktiv zu lösen. Hierfür gibt es wenige aber effektive Regeln.
Der Anfang jeder guten Streitkultur ist auch das Schwerste: Herauszufinden, worum es im Grunde wirklich geht. Jeder aktuelle Anlass hat Ursachen, die den Streitenden oft unklar sind.
Niemals sollte man den anderen abwerten, klein machen oder in einem schlechten Licht stehen lassen. Dies provoziert nichts als Rachegelüste. Die Person des Partners zu verletzen oder zu beleidigen ist tabu. Gesagtes bleibt gesagt, auch wenn man sich zehnmal dafür entschuldigt. Aggressionen ironisch oder mit sarkastischer Freundlichkeit zu präsentieren überlässt man besser den Comedy-Profis. Im Alltag redet man offen und direkt. Jede Form von Täuschung und Manipulation begünstigt Missverständnisse. Erpressungen und Drohungen sind ohnehin zu vermeiden, denn sie machen den anderen nur ohnmächtig. Tatsächlich gemachte Fehler vermischen sich mit Schuldzuweisungen und machen alles nur noch schlimmer.
Ein Streit ist immer nur eine Sache zwischen den beiden Partnern und sollte niemals auf Dritte ausgedehnt werden. Damit läuft man bloß vor dem anderen weg und bewegt sich nicht auf ihn zu. Jede Form von Ablenkung oder Rückzug vertagt das Problem nur, statt es zu lösen. Ebenso verstärkt jede Form des Schweigens die Aggressionen, anstatt sie aufzulösen. Besser ist es, den anderen rechtzeitig an seine Pflichten zu erinnern, anstatt ihm hinterher mit Vorwürfen zu begegnen. Niemand ist perfekt und die "Fehler" des anderen, die man selbst unerträglich findet, spiegeln zumeist unsere eigenen Unzulänglichkeiten wieder. Das eigene Selbstbewusstsein zu stärken ist der erste Schritt zu einer guten Streitkultur. Hat aber nichts geholfen, dann helfen feste Vereinbarungen, ein Streitgespräch einzuhalten. Wichtig nach Naumann ist: "Wer argumentiert verliert, wer fragt, der führt. Fragen und Zuhören nimmt Auseinandersetzungen die Schärfe. Der Fragende ist - obwohl er weniger spricht - immer in der Offensive, weil er das Gespräch lenkt" Statt der Vorwürfe ist es besser, eigene Gefühle in der Ich-Form mitzuteilen. Also nicht: "Wegen Dir komme ich jetzt zu spät." sondern: Ich hatte mich so auf den freien Abend gefreut. Jetzt fühle ich mich sehr gehetzt, um noch pünktlich zu kommen.
Ärger nicht aufstauen, sondern möglichst sofort aussprechen. Größere Probleme gehören aber in eine ruhige Atmosphäre mit viel freier Zeit, also auf's Wochenende oder einen gemeinsamen Abend. Dabei brauchen beide Blickkontakt, um die Körpersprache des anderen besser wahrnehmen zu können. Die Devise ist, immer eng am Thema bleiben. Und irgendwann gilt es, einen Punkt zu machen. Der rechtzeitige Schlussstrich ermöglicht ein erneutes Aufeinander zugehen oder die Möglichkeit zur Bedenkpause. Möchte man, dass sich etwas ändert, dann ist es ratsam, seine Wünsche so konkret und positiv wie möglich zu sagen. Und auch hier ist die Ich-Form unerlässlich. Also: "Ich möchte etwas mit dir unternehmen."
So einfach ist es und so schwer, weil die Lust an der Auseinandersetzung gerade bei dem Menschen, den man liebt, ihre Grenze findet. Will man wieder ein Miteinander, dann lohnt sich die Mühe des konstruktiven Streitens, denn, so Naumann, "Menschen, die nicht streiten, leben aneinander vorbei."
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:






Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar