Wir alle haben sie schon erlebt: gute Gespräche, an die man sich auch Jahre später noch erinnern kann. Was bleibt daraus erhalten? Verständnis, Herzlichkeit, Ermutigung und das gute Gefühl verstanden worden zu sein, angenommen, angehört.
Genau darum geht es in diesem wunderbaren Buch, das uns Hilfestellungen für die älteste Form der Kommunikation gibt, uns die 10 Kernfähigkeiten (z.B. Zuhören, Zuhören, Ausreden lassen, Vorurteile über Bord werfen, nicht zu ergebnisorientiert sein) für gute Gespräch ins Erleben zurückholt. Die Panik- und Attacken-Talk-Shows im Fernsehen arbeiten dagegen, wir sind von der Schule an darauf trainiert, die Schönsten, Größten, Besten sein zu wollen. Falsch, vollkommen falsch: richtig zu fragen, zuzugeben, dass man nichts weiß, öffnet Herzen und die wirkliche Kommunikation jenseits von Ego und Rechthaben wollen. Nur so entstehen neue Ideen, Erkentnisse und gemeinsame Lösungen.
Mit diesen Regeln kann nach den Autoren jeder in Kürze jedes Gespräch ruinieren. Nehmen Sie sich kritisch unter die Lupe:
-Sein Wissen glockenartig dramatisieren.
-Unpersönlich und abstrakt bleiben.
-Unangreifbare Wahrheiten verkünden.
-Sich selbst nie in Frage stellen.
-Den Gegner durch inquisitorische Fragen verunsichern.
-Felspositionen einnehmen.
-Ins Wort fallen, unterbrechen.
-Endlos reden, viel Worte um nichts machen.
-"Wissenschaftlich ist das zweifellos nachgewiesen" sagen.
-Oder "Die neueste xy-forschung hat ergeben, dass..."
-Dampfplaudern und um Definitionen streiten.
Es geht nicht darum, ein Gespräch zu führen (erkennen Sie das Klischee?), sondern ein Gespräch hin- und herfließen zu lassen, seine Gedanken nicht zu verhüllen, sondern offen und kreativ Neues entstehen zu lassen. Mit (anderen) teilen: sein Wissen, seine Fähigkeiten. Nur das führt zur Multiplikation der Einsichten.