Die Geschichte wird aus der Sicht der Protagonisten Ronnie, Steve, Will und Marcus erzählt. Die Geschichte sieht auf den ersten Blick alltäglich aus und ist nichts Weltbewegendes, jedoch ist sie sehr ergreifend und wird mit viel Emotionen in etwas Besonderes verwandelt.
Für mich ist das eine sehr ergreifende Geschichte. Sie ging mir wirklich zu Herzen und immer wieder kämpfte ich mit den Tränen. Nicholas Sparks hat einfach die Gabe, mit wenig Worten viel zu sagen und er kann Gefühle an den Leser übermitteln wie sonst keiner. Es liegt hauptsächlich an den liebevoll ausgearbeiteten Charakteren, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.
Ronnie ist sehr sympathisch, unverkrampft und lebendig. Anfangs benimmt sie sich sehr abweisend und trotzdem spürt man, dass sich unter ihrem rebellischen Äußeren ein liebevoller Charakter verbirgt. Ihre Art hat etwas Ehrliches, Unverstelltes an sich. Sie sagt, was sie denkt, sie ist lustig und klug mit einer Portion Selbstironie. Ronnie ist wütend auf ihren Vater, sie geht ihm aus dem Weg, sie will nicht mit ihm reden, weil er die Familie verlassen hat. Sie hat das Gefühl, dass er nicht nur die Familie, sondern sie persönlich damit verletzt hat. Was die große Liebe angeht, wird ihre Einstellung durch die Scheidung ihrer Eltern beeinflusst. Seitdem ist sie auch in Sache Liebe ziemlich zynisch geworden. Jedoch ihre Liebe zu Will und ihre neugewonnene und wachsende Zuneigung zu ihrem Vater machen sie ruhiger und besonnener.
Steve macht sicherlich nicht alles richtig, aber auf jeden Fall baut er einen guten Kontakt zu seinen Kindern auf. Er ist ganz besonderer Vater. Er liebt seine Kinder und vertraut darauf, dass sie klug genug sind, im Leben die richtigen Entscheidungen zu treffen. Seine Leidenschaft sind die Musik und das Klavierspielen. Er denkt an die Jahre, die er deswegen mit seinen Kindern versäumt hatte und die nie wieder kommen werden. Steve verurteilt seine Mitmenschen nicht und er packt sie nicht in kleine Schachteln, weil sie nicht in sein Schema passen.
Marcus ist ein Jugendlicher, der das Leben genießen will, ohne dabei nachzudenken, dass man für sein Tun die Konsequenzen tragen muss. Er gehört zu den Menschen, die völlig egozentrisch nur an sich selbst denken, an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Es fehlt ihm jegliches Mitgefühl, er findet sich clever und cool und er ist stolz darauf, die Leute in seiner Umgebung zu manipulieren und ihnen Angst zu machen. Er fühlt eine uneingeschränkte Macht über Will, da er weiß, welches Geheimnis dieser mit sich herumträgt und versucht ihn damit zu erpressen.
Will spürt das Gewicht dieses Geheimnisses auf sich lasten. Jedoch versucht er es zu verdrängen, es gelingt ihm nicht ganz. Will ist sehr einfühlsam, er ist der eigentliche Vorzeige-Schwiegersohn. Er ist intelligent, hat einen Job, arbeitet ehrenamtlich und ist ein guter Sportler. Hinzu kommt, dass Will kein Schwächling ist und er besitzt Durchsetzungsvermögen.
Die Nebencharaktere: Blaze ist emotional sehr labil, unreif und sie steht total unter dem Einfluss ihres Freundes Marcus.
Ashley ist sehr oberflächlich. In ihrer Welt wird alles in saubere kleine Schublade gesteckt: beliebt oder nicht, reich oder arm, teuer und billig, schön oder hässlich. Ihre Weltanschauung ist oberflächlich, und die Tatsache, dass sie keine Zwischentöne akzeptieren kann, machen sie unbeliebt.
Fazit: Ich liebe das Buch. Bei mir bleibt es für immer in meinem Bücherregal.