Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Buch, das viele Menschen leider EYES WIDE SHUT lesen., 24. November 2006
Das Buch von Melissa P. hat vor ein paar Jahren die Gemüter der Leserschaft in verschiedene Lager gespalten. Schließlich hat eine 16-jährige mit diesem TAGEBUCH einige sehr direkte Erfahrungen in Sachen Liebe -oder doch NUR Sex?- veröffentlicht. Da kamen Stimmen auf: Das kann doch nicht von einer Jugendlichen geschrieben worden sein! Das ist reine Pornografie ... Geldmacherei!! Keine Literatur, nur Schund. Mir klang das alles merkwürdig vorwurfsvoll, als ob hier 'betroffene Hunde bellen' würden.
Keine Ahnung, mit welchen Erwartungen ich an das Buch herangegangen bin, aber nach einigen Seiten hat es mich fasziniert. Dann angewidert, abgestoßen und schließlich doch so tief berührt.
Betroffen gemacht und verärgert hat es mich auch: und zwar, weil so viele Leser die Erlebnisse von Melissa P. (das P. steht für Paranello, wie man einige Zeit später erfahren konnte) so anders verstehen und interpretieren, als eben ich. Vielleicht mag man ihr ihre Erlebnisse nicht abkaufen, weil man im Grunde genommen nie darüber redet. Weil man es nicht wahrhaben will?
Mit geschlossenen Augen sollte man nicht als Wichsvorlage kaufen das Hörbuch ist dafür ebensowenig geeignet.
Melissa P. ist jung, unerfahren und vor allem fehlt ihr die tolle Weisheit, die wir Älteren ihr voraus haben, und mit der wir ihre Fehltritte interpretieren, oder gar nicht glauben mögen. Sie stürzt sie sich von einem Abenteuer ins nächste. Das alles liest sich weniger erotisch, als ernüchternd pornografisch. Melissa meint, sie sei verliebt wohl eher das, was wir verknallt nennen und fällt auf jeden coolen Kerl herein, den sie anhimmelt - der sie dann ausnutzt. Sie findet das alles aufregend und beginnt dieses Spiel zu genießen, das sie da im Geheimen treibt. Solcherlei Abenteuer, die viel mehr mit Vergewaltigung oder Missbrauch zu tun haben, schreibt Melissa in ihr Tagebuch. Sie liebt sich, sie hasst sich, verachtet sich. Spielt weiter. Kann nicht heraus aus ihrer Haut.
"Jetzt schäme ich mich, liebes Tagebuch.", vertraut sie ihrem Tagebuch nach einer besonders aufregenden Nacht (mit fünf Männern in der "Zelle der Lust") "Aber es bringt ja nichts - die Dinge hinterher zu bereuen." (Zitat)
Wird sie irgendwann an einen Mann geraten, der ihr das gibt, von dem sie wohl gar nicht weiß, was es ist - sie aber unbedingt haben will? Liebe.
Ein bisschen unglaubwürdig wirkt das Geschreibsel vermutlich dadurch, weil Melissa sehr wohl das eine oder andere Mal erwähnt, dass sie nichts als geliebt werden möchte. Diese peripathetische Art gefiel mir auch nicht so recht. Ich bilde mir aber ein, ihre Botschaft verstanden zu haben. - Man kann die Authentizität ihrer Lebensgeschichte anzweifeln, oder darüber nachdenken. Man kann darüber denken wie die Dachdecker. Es handelt sich um keine hohe Literatur, sondern um etwas, was in der Art eher einzigartig ist: Eine mutige Offenbarung. Hier lese ich genau das, worüber Betroffene nie sprechen (möchten). Nicht, weil es keinen interessiert, sondern weil es niemand wahrhaben will. Ein Buch, das viele Menschen Mit geschlossenen Augen lesen. Das ist ein bisschen traurig, leider aber doch verständlich. Für mich eine bittere Reise in die Vergangenheit. Ich wünsche Melissa P. nur das Beste.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Ein kleines Mädchen wird erwachsen. Mehr nicht., 13. August 2004
Von Ein Kunde
Es ist ein enttäuschendes Buch. Ein kleines, naives Mädchen wird erwachsen. Sie sehnt sich nach Liebe und weil sie (noch) nicht weiß, was das ist, sucht sie den Sex - und findet ihn. Viel zu früh, viel zu unreif - doch das passiert vielen jungen Menschen. Melissas Geschichte ist aufregend, spannend und schockierend - aber nur, wenn man sie selbst erlebt. Von ihr zu lesen, strengt an und langweilt. Auch die Entwicklung überrascht nicht und es kommt, wie es kommen muss: Irgendwann wird der Traumann entdeckt und wird gut. Das Mädchen ist erwachsen geworden und hat sich schlußendlich verliebt und "die Liebe entdeckt". Das passiert 1000 Mal am Tag. Sprachlich langweilig und die einzelnen Figuren bleiben blaß und unklar. Auch der Traumprinz enttäuscht: "Wenn zwei Menschen sich miteinander vereinen, ist das der Gipfel der Spiritualität", meint dieser. Und er hat leider noch mehr solcher Sätze. Wer das Buch wegen der Erotik oder des Sexes lesen will - es lohnt nicht. Auch in dieser Beziehung bleibt das Buch sich treu und damit eben blass.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
In den Fallstricken der Obsession aus Sex und Liebe !, 29. Oktober 2006
Eine junge Italienerin, noch keine siebzehn Jahre alt, also kaum erwachsen und noch wenig erfahren in Liebesdingen, stürzt sich in einer geradezu sexuellen Obsession kopfüber in ihre ersten Abenteuer mit Mann und Frau. Sie vertraut all das ihrem Tagebuch an, alles, was sie durchlebt, erleidet, erfahren darf und muss. Getrieben vom Voyeurismus gegenüber dem eigenen Körper und einer fast unstillbaren Vergnügungs- und Befriedigungssucht verfällt sie den Verfüh-rungen der modernen, nur auf Vergnügen und Triebbefriedigung ausgerichteten Zivilisation und erkennt erst spät, dass Sex ohne Liebe, Befriedigung ohne Zuneigung leere Hülsen sind und sie Gefahr läuft, ihre Liebesfähigkeit einer geradezu krankhaften Fixierung zu opfern. Dieses in Tagebuchform sehr direkte und unmittelbare Buch ist eine schonungslose Offenlegung des Er-wachsenwerdens aus der Perspektive einer frühreifen jungen Frau. Es ist der Spiegel einer Zeit mit ihren ganz modernen Fallstricken und Gefahren. Und das Buch, das in Italien Furore machte und zugleich einen Skandal auslöste, könnte als Öffnen der Büchse der Pandora missverstan-den werden. Hoffentlich nicht! Aber es ist allemal lesenswert ohne Frage.
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