Verhaftet, verurteilt in einem Prozeß in dem Alfred Delp nur "Objekt" war, wurde er dann am 2.2.1945 hingerichtet. Seine Asche wurde auf höchsten Befehl, auf den Rieselfeldern Berlins in alle Winde verstreut. Nichts sollte an den Jesuiten erinnern.
Dieses Buch gibt eine Auswahl seiner markanten Texte wieder, die der Priester Delp im Angesicht seines Todes formuliert hat. Die Sprache des Autors ist sehr lebendig und bildlich wie der nachfolgende Text zeigt: "Wenn ich in meiner Zelle auf und ab gehe, drei Schritte hin und drei her, die Hände in Eisen, vor mir das ungewisse Schicksal, dann verstehe ich ganz anders als sonst die alte Verheißung vom kommenden Herrn, der erlösen und befreien wird." (Seite 19)
Im Angesicht des Todes philosophiert er auch über allgemeine Dinge, so schreibt er: "Ja, was ist das nun, die Freude, die wahre Freude?"
Delp knüpft bei seinen Betrachtungen an die Worte Augustins, Meister Eckharts und Anderer an: "Im Menschen selbst, in seiner innersten Mitte geschieht das Leben Gottes. Genau da wird der Mensch er selbst." (Seite 24)
Delp erklärt dann mit weiteren Gedanken worauf es noch ankommt: "Der Mensch muß zu einer absoluten Klarheit über sich selbst und Ehrlichkeit vor sich selbst und den anderen gebracht werden. Er muß herunter von den hohen Rossen der Eitelkeit und Selbsttäuschung, auf denen sich eine Zeitlang hoch und stolz dahin traben lässt, bis die Pferde doch scheu werden oder eigenwillig davon rennen und den "Herrn" in der Wüste abwerfen." schreibt er auf Seite 25.
Auf Seite 33 ff erklärt er dann die Weihnachtsgeschichte und die anwesenden Personen. Am Ende des Buches interpretiert er das Vaterunser aus seiner Sicht. Es folgen schließlich weitere Gedanken nach der Verurteilung sowie zwei Abschiedsbriefe.
Fazit: Ein bewegendes Buch.