Es gibt wieder Hoffnung für die Modewelt. Wie lange hat es doch gebraucht, um in diesem Paralleluniversum etwas mehr Menschlichkeit zu finden. Vielleicht muss Perfektion nicht immer ohne Makel sein, fehlerlos und maßgeschneidert. Gerade die kleinen Unterschiede machen das Ganze erst charmant und zu etwas Besonderem. Als besonders würde ich Mario Galla und seinen Werdegang definitiv bezeichnen. Mit viel Liebe zum Detail, beschreibt Mario wahnsinnig authentisch das "Big Business" , nimmt sich selber auf den Arm, erzählt von Rückschlägen und Erfolgen. Er hält sich nicht für den Prototypen eines Models, gesteht Fehler ein und wirkt genau deshalb wesentlich reifer, als mancher gerne sein würde. Beim Lesen dieser Biografie kann es durchaus vorkommen, dass man sich erwischt, laut lachend, alleine im Zimmer zu sitzen. Der Schreibstil ist nicht aufgesetzt, nicht klassisch und auf gar keinen fall ohne Swag. Eben Mario. Daumen hoch dafür und ein fettes Danke auch an M. Michalsky (Vorwort), welcher sich nicht für die überholten, "klassischen Anforderungen" an die Models interessiert und versucht das Märchen von den Schönen zu revolutionieren.