Ich bin wirklich biathlonsüchtig! Ich verpasse kein Rennen und wenn ich sie mir aufnehmen muss um sie nach der Arbeit zu gucken.
Deshalb war ich sehr gespannt auf "Mit den Waffen einer Frau", vor allem da die Saison ja nun leider schon wieder vorbei ist.
Insgesamt ist der Film ok ... aber ...
A)... es gibt nur wenig Neues zu sehen, das man nicht schon in den unzähligen Vorberichten vor Weltcuprennen zu sehen bekommen hat.
B) ... der Fokus liegt für meinen Geschmack viel zu sehr auf Kati Wilhelm. Sie war unumstritten zu der Zeit eine der besten Biathletinnen, aber bei Trainingsübungen oder Ausschnitten aus Rennen wird fast ausschließlich nur sie gezeigt, mir fehlt da ein wenig die Vielfalt. Das deutsche Team besteht ja nun mal aus ein paar mehr Athletinnen!!! Andrea Henkel wurde immerhin Weltcupgesamtsiegerin in dieser besagten Saison. Beim Massenstartrennen wird Katis Bronzemedaille ausführlich dokumentiert, vor allem Andreas Goldmedaille geht fast unter. Einzig Magdalena Neuner wird als "Überraschungssiegerin" noch mit einigen Sequenzen "abgehandelt".
C)... die Gänsehautmomente der WM oder auch anderer Rennen fehlen irgendwie völlig. Vor allem die letzten entscheidenen Schießen, die einem doch beim Zusehen das Herz bis zum Hals haben schlagen lassen, werden gar nicht gezeigt. Darüber hinaus werden Ausschnitte aus einigen Rennen einfach zusammen geschnitten (an den Startnummern ersichtlich) nur um Kati in verschiedenen Laufperspektiven zu zeigen!?!
Mir ist schon klar, dass der Film vor allem auch einen Blick hinter die Kulissen bieten soll, aber mit dem Zusatztitel "Gold im Visier" hatte ich auch erwartet, dass die Leistungen aller Athletinnen gewürdigt werden, dass man die größten Momente der WM noch einmal miterleben kann. Ich werde mir den Film bei Zeiten noch einmal ansehen und vielleicht noch das ein oder andere entdecken, was mir beim ersten Mal entgangen ist, aber im Großen und Ganzen bin ich ein wenig enttäuscht!