Wer Rosina und ihre Freunde in Hamburg schon kennt, wird Freude an diesem Buch haben, denn es tauchen auch immer wieder einige bekannte Gestalten auf. Interessant bleibt das Buch, weil die Autorin einige falsche Fährten legt, die einen mitunter zum Blättern und Nachlesen auf vorhergegangenen Seiten anregt. Denn schließlich möchte man doch wissen, wer für diese Untaten verantwortlich ist.
Wie bei allen Rosina-Romanen zeichnet sich auch dieses Buch durch eine liebevoll gezeichnete Darstellung des alten Hamburgs aus. Die städtischen Gegebenheiten, gesellschaftliche und politische Strukturen werden, mit einer Prise historischer Begebenheiten gewürzt, unaufdringlich in die Geschichte eingewoben. Dabei handelt es sich natürlich in erster Linie um einen Roman. Wer nach einem Geschichtsbuch sucht, ist hier an der falschen Adresse.
Leserinnen, die die Geschichte von Rosina noch nicht kennen, würde ich empfehlen, mit einem der ersten Bücher der Reihe zu beginnen, da dort viele der Figuren vorgestellt werden, die in diesem Roman wie selbstverständlich auftauchen.