Mutig finde ich dieses Buch allemal. Trotzdem war ich etwas hin- und hergerissen bei der Lektüre. Gefallen haben mir auf jeden Fall die Schilderungen ihrer Gedanken - der Kampf zwischen der Frau und der Sklavin in ihr. Aber es gibt auch einige Dinge, die mir ein wenig unverständlich sind:
Eva B. stellt z.B. fest, dass dominante Männer fast ausschließlich in Führungspositionen sitzen. Ja, wenn man in der "Zeit" inseriert, dann kommen eben nur Zuschriften von dem entsprechenden etwas gehobenen Leserkreis.
Die Autorin besteht auf Aids-Tests, was natürlich lobenswert und völlig in Ordung ist, andererseits lässt sie sich bei ihren jeweiligen ersten Treffen nicht covern, was äußerst gefährlich sein kann, aber hier ja wohl gut gegangen ist.
Tja, und dann die kursiv gedruckten Erfahrungsberichte ... Mich persönlich haben sie nicht schockiert, da ich auch meine Erfahrungen auf dem Gebiet habe. Sie sind aber nicht wirklich dazu angetan, Verständnis oder Verstehen bei "Normalos" hervorzurufen. Daher hätten die Berichte meiner Meinung nach gern weniger ausführlich ausfallen dürfen.
Wie dem auch sei, auf jeden Fall ist der Autorin Glück und Erfüllung mit ihrem passenden Gegenstück W. zu wünschen!