Ein tolles Buch, das sehr plastisch die Zerrissenheit der Menschen beschreibt, die keinen Ausweg aus ihrer Misere in den 30er Jahren sahen. Für diese Menschen war Hitler eine Hoffnung aus dem Elend heraus zu kommen. Es zeigt sich auch, wie verhängnisvoll es war, dass die SPD und die KPD keinen gemeinsamen Weg finden konnten. Die Erkenntnis, die man aus dieser Lektüre mitnimmt kann vielleicht dazu beitragen, das Verhalten der damaligen Generation unter bestimmten Lebensverhältnissen (Arbeitslosigkeit, Inflation, Armut) besser zu verstehen. Nebenbei ist einen die Familie Gebhardt so richtig ans Herz gewachsen. Eine Familie, die ihren Kindern trotz aller Armut viel Nestwärme gibt und in der die Kinder von ihren Eltern für damalige Zeiten schon ziemlich ernst genommen wurden. So gut war kein Geschichtsunterricht, den ich als Schülerin hatte.