Oft sind es nur die Männer, die als "Große Männer" in die Geschichte eingehen. Der Anteil, den ihre Frauen daran leisten, bleibt unbeachtet. Die Frauen, die ihren Männern Verständnis, Trost und Unterstützung entgegenbrachten. Die während kriegsbedingter Trennungen für den Erhalt der Familie sorgten. Dabei gezwungen waren, ein Doppelleben zu führen, auch innerhalb der eigenen Familie. Denn Mitwisserschaft alleine war schon todeswürdig. Elf Frauen, für die der 20. Juli 1944 nicht nur ein geschichtliches Datum war, sondern auch ein Datum in ihrem Leben. Ihre Männer verhaftet, gefoltert und hingerichtet. Sie selbst in Sippenhaft genommen, meist Einzelhaft, ihre Kinder verschleppt. Nicht jede wurde gefragt, ob sie zu diesem Ofper bereit war, nicht jede war politisch interessiert.
Darüber hinaus vermittelt dieses Buch einen interessanten Überblick, wie sich der Widerstand des 20. Juli allmählich aus sich häufenden Rechtsverletzungen und Gräueltaten des Hitlerregimes entwickelte und mit welchen Gewissenkonflikten sich die Beteiligten quälten.
Ein ungedingt empfehlenswertes Buch.