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am 13. Mai 2009
Seit vielen Jahren ist mir der Autor des vorliegenden Buches fast jeden Sonntag ein lieber Zeitgenosse geworden, wenn ich seine Artikel oder Kommentare in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung lese. Dort zeigt er sich als genauer Beobachter des aktuellen Geschehens und seine Kommentare und Bemerkungen treffen oft den Kern der Sache oder des Phänomens, das er gerade beschreibt.

In diesem Buch hat Minkmar sechs Essays versammelt, die er ganz persönliche Geschichten" nennt, und mit denen es ihm auf eine ganz besondere Weise gelingt, gesellschaftliche Entwicklungen deutlich und vor allem begreifbar zu machen. Denn es ist die große Unvorhersagbarkeit, die er als das Schlagwort unserer Epoche ausmacht. Was heute gilt, wird in zehn Jahren überholt sein. Obwohl es viele Journalisten, Soziologen, Philosophen, Schriftsteller und manchmal auch Theologen versuchen: die großen Themen unseres Lebens wie Wohnen, Arbeiten und Lernen, Freundschaften, Liebe und Familie sind mit den altbewährten Mustern fast nicht mehr zu umschreiben, zu fassen und zu begreifen.

Die Essays von Nils Minkmar nähern sich ihren Themen ganz persönlich und bringen so ihre Gegenstände ganz nah. Er tut das mit einer Sprache, die erfrischt und begeistert, der man die Lust abspürt, zu verstehen und eine irgendwie geartete moralische und philosophische Orientierung zu behalten.

Es ist köstlich, wie er zum Beispiel in dem Essay "Die Götter von Dudweiler. Vom Zusammenhang zwischen Islamismus und Freibädern" sich dem neuen Phänomen des Islamismus auf deutschem Boden nähert und sich in diesem Zusammenhang auch sehr belesen mit Tariq Ramadan und Paul Veyne auseinandersetzt.

Überhaupt sind alle seine Texte ein intellektueller und auch sprachlicher Genuss und man liest sie mit viel Freude und Erkenntnis. Ein Mann, dem das Denken Freude macht, und der mit seiner Arbeit in der Zeitung und mit seinen Büchern dieses aufgeklärte Denken weiter geben will. Er steht damit in bester Tradition von Montaigne, zu dessen Ehren er zusammen mit anderen eine Gesellschaft gegründet hat.
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am 15. Mai 2009
Nils Minkmars Beiträge in der FAS sind wahre Kleinode. Das Buchkapitel über seinen Großvater fand sich als Vorabdruck dort. Auch vom ewigen Zweifel der Superreichen, ob sich der teure Bodyguard im entscheidenden Moment der Kugel entgegenwirft, war bereits die Rede. Jetzt aber soll - laut Klappentext - alles in Buchform zusammenkommen und den ganz normalen Wahnsinn einer Welt erklären, die sich nicht mehr erklären will oder kann.

Gut, wir ziehen mehr um, als uns (und den Kindern) gut tut. Die Miele in den vierten Stock ohne Aufzug ist das Highlight jeden Umzugs, bei dem man mitgeholfen hat. Aber was beweist es? Man schaue sich das Leben des Nikolaus von Kues (1401-1464) an, dann weiß man, wie oft manche im Mittelalter reisten (ohne ICE) und über ganz Europa hinweg umzogen.

Ach, ICE! Ja, seine Beobachtungen zu sozialen Defiziten der Mitreisenden im Großraumwagen kann jeder nachvollziehen. Die DB bleibt der große Motivator für Reichtum, um eines fernen Tages in der 1. Klasse diesem Das-ist-mein-Platz-Elend zu entgehen. Immer liegt es einem wie NM auf der Zunge zu sagen "Grüßen Sie Ihre Tante auch von uns, wo wir dank Ihres Handys jetzt eine große Familie sind", aber dann trauen wir uns wieder nicht. Beide Kapitel sind schönstes Feuilleton, aber erklären sie die Welt?

Vielleicht kommt die tiefere Einsicht im langen Kapitel über den Islam? Nicht unbedingt, denn da mäandert das Buch doch sehr, springt von Dudweiler nach Madrid, Afghanistan, den Gaza Streifen, Algerien, Amsterdam, Salman Rushdies London, Günter Wallraffs Köln usw. Was will der Dichter uns damit sagen? Dass der aufgeklärte Islam eine Bereicherung wäre? Dass Terror und Islam nichts miteinander zu tun haben? Und wenn de facto doch, wer ist daran schuld, wie kommt die Welt davon weg? Bei einem dieser vielen mentalen Schlenker auf der Reise durch die Welt hat es mich herausgetragen, vermutlich mit dem Kopf in den Airbag, ich habe keine Erinnerung mehr daran, es ist mir nichts passiert, keine bleibenden Eindrücke. Leider.

Fazit: Drei Sterne, sorry. Nichts Persönliches, ehrlich.
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am 28. Mai 2009
Minkmar lese ich in der FAS jeden Sonntag gern und habe mich deswegen darauf gefreut, das ganze umfänglich in Buchform lesen zu können. -

Eine große Enttäuschung. Da wird einerseits länglich wie oberflächlich über Islamismus, Weltfrieden etc. schwadroniert, um dann - ohne Zusammenhang - à la Axel Hacke - über Umzüge/Dübel bzw. Handygebrauch in Zügen der Deutschen Bahn zu glossieren (oder waren's Tipps zum Schwarzfahren?)

Und immer der Hinweis auf das tolle Doktorandenseminar, dass der Herr Schriftsteller und Ex-ASta-Vorsitzende besucht hat.

Kann man sich sparen, muss man leider sagen.
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am 31. August 2010
Ich habe das Buch geschenkt bekommen und nicht zu Ende gelesen. Nichts als Banalitäten und flaches Geschreibsel und so packend geschrieben wie Omas Kochbuch. Definitiv ein Buch das getrost im Regal bleiben kann.
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am 21. Juni 2009
Die persönlichen Geschichten, die Minkmar erzählt, sind so banal und langweilig, dass man sie nicht mal dem Friseur aufdrücken würde. Offenkundig hat Minkmar in seinem Leben fast nichts erlebt.
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am 20. März 2009
Diese Buch ist wie eine kluge und interessante Unterhaltung: Man taucht ein und Nils Minkmar führt durch seine Einschätzungen zur Welt. Er verknüpft große Themen mit Alltagsbeobachtungen - häufig den Ansichten seines Großvaters zum Essen und damit zur Lage der Welt.
Vom Irrsinn einer ICE-Fahrt bis zum Islamismus wird vieles aufgegriffen. Und bereits der Titel des Kapitels "Wie bewältigen wir die Nazi-Bewältigung" löste eine spannende Mensa-Unterhaltungen in meinem Freundeskreis aus. Nur eine Bruchteil der Ideen aus diesem Buch würde aus jedem Gespräch während des Essens ein Bereicherung machen!
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am 22. Mai 2009
Ein tolles und sprachlich gutes Buch das ich nochmals lesen muss.

Habe es Freunden ausgeliehen die selbst ganz begeistert sind und werden das Buch für "bestimmte" Freunde verschenken.
Ein lohnender Kauf der mir viel Freude bereitet hat.
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Diese Texte sind von der üblichen Besserwisserei, in fadem Deutsch geschrieben, ohne jeden Erkenntnisgewinn; blasiert, anmaßend, unnütz, fern von jeder Lesefreude.

Nach gequälten 25 Seiten dem Papiermüll überantwortet.
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am 30. März 2009
Eines der interessantesten Bücher, die ich in der letzen Zeit gelesen habe: sehr unterhaltsam und dabei lehrreich, sehr differenziert beobachtet. Ich kann mich nicht losreißen...
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