Isla Negra,verschlafenes Fischerdorf an der Küste Chiles und Zugleich DER Ort der großartigsten und leidenschaftlichsten Geschichte die über das Leben des Briefträgers Mario Jimenez und dessen wunderbare Freundschaft zu dem berühmten Dichter Pablo Neruda jemals geschrieben werden konnte.Eine Ode an die Leidenschaft in all ihren denkbarsten Formen,Facetten und Ausführungen.Was Antonio Skarmeta absolut und in außergewöhnlich unaufdringlich verzaubernder poetischer Art und Weise gelang,ist,Bewunderung,Freundschaft,Liebe,das harte Leben mit all seinen Erscheinungen in einem Fischerdorf und die politische Lage um 1969 mit solch sprachlicher Genialität und Abgehobenheit zu verbinden,daß man als Leser von der ersten bis zur letzten Seite gefangen im Geschehen ist,die salzige Meerluft sogar inmitten einer Münchner U-Bahn riechen kann,Sand unter den Füßen spürt und während des größten Schneesturms die wärmende Sonne Isla Negras empfindet.Mario Jimenez Entwicklung,seine Emanzipation aus poetischer wie auch politischer Sicht wird miterlebt als wäre es die eigene.Eingeholt,mitgerissen,gepackt,aufgesaugt,hochgeschleudert,aufgefangen ung eingehüllt wird man von der derart metaphernreichen,poetischen,blumigen Sprache,daß das Lesen zur Sucht wird.Pikante Liebesszenen'dennoch ausgezeichnet durch eine so feine Stimmung,prickelnd und zugleich so zart,so zerbrechlich wie die Schale des rohen Eis,das hier als Symbol für die zärtliche Vorsicht steht ,mit der hier trotz übergroßer,überwältigender Erregung der Beiden agiert,nein,geliebt wird. In Worte zu fassen,was in diesem Buch in Worte gefasst wurde,ist unglaublich schwer,da diese Geschichte wie ein Traum,ein unfaßbares magisches Wunderwerk erscheint,welches sich einfach nicht greifen läßt!