Der Titel trifft zu. Christa Wolf schaut auf manches, zum Beispiel auf die Vereinigten Staaten, mit einem anderen Blick, einem fremden, die deutsche Herkunft nicht leugnenden, strengen und manchmal auch satirischen Blick. In der Erzählung "Wüstenfahrt", in der es um eine desorganisierte Wochenendunternehmung von zehn Menschen geht, kommen zwar die Schönheiten der besuchten Landschaft auch zur Sprache, mehr Raum aber nehmen amerikanische Eigenheiten ein: das standardisierte Essen, die Klimaanlagen in den Hotels, das endlose Autofahren, die Eigenarten der Menschen. In dieser und den anderen Texten lernt man die Autorin in der Vielfalt ihrer Ausdrucksformen kennen.