Mr. Shaitana, ein diabolisch wirkender Exzentriker, ist bekannt für seine ungewöhnlichen Partys und Gesellschaften. Bei einem Zusammentreffen mit Meisterdetektiv Hercule Poirot prahlt er vor diesem mit einem seiner makabren Hobbys: Er sammle Mörder, die nie überführt worden sind. Poirot wird zu einem Diner eingeladen, um die "Ausstellungsstücke" persönlich kennen zu lernen. Der Detektiv staunt nicht schlecht, als er an jenem schicksalsträchtigen Abend Shaitanas Wohnung betritt und dort unter den anderen sieben Gästen auch einige bekannte Gesichter erblickt: Seine alte Freundin und Krimiautorin Mrs. Oliver, Superintendent Battle von Scotland Yard, sowie Geheimdienstagent Colonel Race. Vier "Spürhunde" also, wie Battle später feststellt.Die anderen Gäste sind ein junges Mädchen, ein Arzt, eine ältere Dame in den Sechzigern und ein Urwaldforscher. Während des Essens macht Shaitana mit sichtlichem Vergnügen Andeutungen über Verbrechen und "gewisse Unfälle", was ihm nicht sonderlich gut bekommt, denn er wird im Laufe des Abends erstochen aufgefunden. Poirot ist klar, daß der Verdacht seines Gastgebers in mindestens einem Fall begründet war und sich der Täter unter ihnen befindet. Gemeinsam machen sich die "Spürhunde" an die Arbeit, wobei sie schnell merken, daß keiner der vier Verdächtigen eine reine Weste hat. Doch wer von ihnen ist Shaitanas Mörder ? Als begeisterter Agatha - Christie - Leserin hat mir "Mit offenen Karten" auf Anhieb gefallen. Der Krimi ist wahnsinnig spannend geschrieben und überrascht den Leser mit mehreren unerwarteten Wendungen. Der einzige, der bei den komplizierten Entwicklungen am Ende noch den Überblick behält und natürlich den richtigen Mörder überführt, ist Hercule Poirot. Absolut lesenswert !