Ein Buch, das sehr viel Einfühlsamkeit vermittelt und in seiner Sprache vollkommen uneitel ist. In ähnlichen Büchern mit dem Thema "Lebenshilfe" gibt es oft eine ästhetisierte, metaphernreiche Sprache, die manches Mal ein wenig eitel wirkt oder aber bei anderen Autoren den flapsigen, burschikosen Ton. Anselm Grün dagegen schreibt einfach, schnörkellos und aus meiner Sicht sehr praxisnah. Immer wieder bin ich erstaunt, wenn er die Einwände, die man zuweilen im Hinblick auf seine Hilfen und Lösungsvorschläge machen möchte, selber aufgreift. Er idealisiert seine Hilfen nicht als Idealrezepte, sondern charakterisiert sie als Vorschläge, schränkt ein, antizipiert mögliche Schwierigkeiten, gibt auch dazu wieder Hilfen.
Ein sehr sympathisches Buch, weil es von einem Autoren verfasst ist, der niemals abgehoben wirkt, sondern irgendwie vertraut, ehrlich und erfahren. Es hat mir Ruhe, Geborgenheit und viel stillen Optimismus gegeben.