Ohne zu wissen, worum es im Buch geht, hab ich mir: "Mit Jakob wurde alles anders!"
vom SUB gefischt. Es geht um eine Mutter, die nach der Geburt ihres dritten Kindes wieder arbeitet und der Vater bleibt zu Hause. Nicht mehr gänzlich zeitgemäß, aber durchaus noch passend werden kindgerecht die Probleme aufgeführt, die dadurch entstehen und die Vater und Mutter bei ihrem Start in die Emanzipation nicht bedacht haben. Ich fands hoch interessant, das Kleinkind, der wieder ins Bett macht, weil ihm die Mutter fehlt und er die Anspannung des zunächst total überforderten Vaters spürt, die Nachfragen der Bekannten, ob der Gatte die Familie denn nicht mehr ernähren konnte, die Mutter die von der Arbeit kommt und dann doch immer noch schnell das Bad putzen oder abwaschen muß, obwohl sie müde ist, die anderen Schulkinder, die sich über die Älteste lustig machen, weil sie die Gespräche der Eltern nachplappern und den Hausmann einen Versager und ein Weichei nennen, die Kindergärtnerin, die wenn was ist, dann doch immer die Mutter anruft und letztlich auch die Frustration der Mutter, weil Karriere machen sich zwar gut anhört, manchmal aber eben nicht direkt auf Anhieb funktioniert, so wie man es geplant hat...allerdings zeigt das Buch, dass mit viel Liebe, Geduld und Hartnäckigkeit dies alles zu meistern ist.
Ich fands überraschend tiefgründig und einen enorm guten Denkanstoß, für die Frauen, die unbedingt
beides wollen, wenn es wohl auch eigentlich mehr für Kinder gedacht ist.
Das buch ist 20 Jahre alt, trotzdem würde ich es immer noch als recht aktuell bezeichnen, obwohl man ihm das Alter natürlich ein wenig anmerkt...