Gebraucht kaufen
Gebraucht - Sehr gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 4,30

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Mit der Geschwindigkeit des Sommers: Roman
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Mit der Geschwindigkeit des Sommers: Roman [Gebundene Ausgabe]

Julia Schoch
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe --  
Taschenbuch EUR 8,95  


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 6., Auflage (Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492052525
  • ISBN-13: 978-3492052528
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 339.431 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Julia Schoch
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Julia Schoch auf Amazon

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vor allem die Frauen waren übermütig, ihre Gesichter leuchteten, und ihr Lachen hörte man die ganze Nacht hindurch. Als hätte ihnen nun der Lauf der Geschichte, die Auflösung unseres Staates, ein Argument für ein eigenes Leben gegeben. Meine Schwester aber, die in der Abgeschiedenheit der Kiefernwälder und des Stettiner Haffs von der Freiheit geträumt hatte, hatte noch nichts, das sich zu verlassen lohnte. Nur die Familie, den Ehemann. Aber sie blieb, traf sich wieder mit ihrem alten Liebhaber und gab sich fast schwärmerisch der verlockenden Vorstellung hin, dass in diesem anderen Staat ein anderer Lebenslauf für sie bereitgestanden hätte. Wäre ich aufmerksamer gewesen, hätte ich ihre verhängnisvolle Entscheidung vielleicht rückgängig machen können.

Über den Autor

Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, lebt nach Aufenthalten in Bukarest und Paris als freie Autorin und Übersetzerin mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Potsdam. Für ihr von der Kritik hoch gelobtes Erzähldebüt »Der Körper des Salamanders« wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises und des Annette-von-Droste-Hülshoff-Preises.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 
(3)

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gefühlter Konjunktiv 18. April 2009
Von Dalicu
Format:Gebundene Ausgabe
Zum Inhalt sei auf die hervorragende Zusammenfassung meines "Vorschreibers" verwiesen.
Mich hat das Buch leider enttäuscht, ich hatte mir aufgrund des Klappentextes mehr konkrete Informationen über Auswirkung des Zusammenbruchs der DDR auf die Einwohner erhofft. (Auch wenn das ein wenig voyeuristisch klingen mag).
Was man hier findet, ist ausschließlich ein innerer Monolog einer Frau über ihre Schwester. Wirkliche Gefühle und griffige Gedanken erfährt man dabei nicht, alles bleibt sehr "nebulös", da die Schwester zwar mehr weiß und erzählt, als sie eigentlich wissen kann, sie sich aber trotzdem oft sehr undeutlich ausdrückt. Das ganze Buch wirkt auf mich wie im Konjunktiv geschrieben, auch wenn es das nicht ist.
Oft fühle ich mich bei Lesen wie ein Therapeut, der wohl eine Depression attestieren würde. Die Gründe dafür sind vielschichtig und liegen sicher auch in der Zusammenbruchsituation der DDR, aber eben nicht nur.
Ich werde das Buch zwar noch fertig lesen, aber weiterempfehlen kann ich es nicht. Insgesamt ist es mir zu depressiv.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rückblick! 25. April 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Gleichsam mit einem Blick von außen schaut die Erzählerin dieser Geschichte auf ihre Schwester, die nach dem Schulabschluss kurz vor der Wende zu Hause geblieben ist in einer öden Grenzstadt der DDR nahe der polnischen Grenze am Stettiner Haff.
In trocken formulierter Weise berichtet die namenlose Icherzählerin von der Trostlosigkeit, die in dieser für die Angehörigen der Volksarmee aus dem Boden gestampften Betonsiedlung herrschte. Wie in der Verbannung musste man sich dort wohl fühlen!

Die Erzählerin war die jüngere Schwester, die im Fahrwasser der älteren schnell vorwärts kam, keine Hürden kannte, und offensichtlich schon bald aus der häuslichen Trübsal zu besseren Ufern aufzubrechen wusste.

Sehr schön und atmosphärisch eindrucksvoll ist die resignierte Haltung zu erspüren, mit der sich die Menschen ihrem leeren und abwechslungslosen Alltag ergaben.
Die Schwester blieb, wo sie war, heiratet und bekommt zwei Kinder. Schon als Schülerin hatte sie ein kurzes Liebeserlebnis mit einem 'Soldaten.' Dieses löst den Alltag aus der Tristesse, und als der Soldat, der er nun nicht mehr ist, nach Jahren noch einmal auftaucht, versucht sie, das Erlebnis wieder zu beleben.

Inzwischen kam der Mauerfall, und die eingefahrenen Lebensmuster wurden brüchig. '"Die Menschen treiben als Teile einer unförmigen Masse auf immer gleiche Weise durch die Geschehnisse der Geschichte".' Und ' "Ihre Existenz, ein stetes Schlingern durch einen dunklen Raum, in dem sie doch alle lernen, sich so weit zu orientieren, dass sie nicht auf der Stelle zugrunde gehen".' Mit treffenden Worten skizziert die Autorin, wie es den Bürgern der DDR erging, die sich von einem Extrem ins andere geschoben fühlten.

Wie Julia Schoch die Langeweile, die Erstarrung und das bewegungslose Leben einer jungen Frau in der DDR eingefangen hat, das ist gekonnt und nimmt einen mit in diese ungemütliche Lebensform.
Die Icherzählerin merkt zu spät, dass sie der Schwester mit Unaufmerksamkeit begegnet ist. So hat sie diese ihrem Schicksal überlassen, das in Einsamkeit verlief und wenig Hoffnung auf bessere Zeiten zuließ.

Der Roman, der mehr einer Novelle gleicht, ist ein Zeugnis für die Not und Ausweglosigkeit, mit der man sich im politischen System der DDR eingerichtet hatte. Freudlos und stoisch breitet sich die Realität hier aus.
Die Ausrichtung auf Gemeinschaft zwecks Kontrolle war erschreckend und ließ kaum Freiraum. Am Beispiel des Soldaten, der sich bei einem Krankenhausaufenthalt mit einem Spitzel im Nebenbett herumärgern muss, wird die Einschränkung der Freiheit verdeutlicht. Beide, der Soldat und die Schwester, haben den Freiraum auf ihre Weise gesucht und sich zu einander geflüchtet. Außerhalb der Beziehung bleibt der Raum ungefüllt. Man weiß nichts über ihren Alltag oder über ihr Leben zwischen Familie und heimlicher Liebe.

Unausgesprochen liegt über der Erzählung der Schleier der Depression, die der Leser als bedrückend erlebt. Sie mag als Metapher dafür herhalten, wie es vielen Bürgern in der DDR damals und nach der Wende erging.

Julia Schoch schreibt stringent, unsentimental, lakonisch berichtend. Sie enthält sich psychologischer Deutungen. Gelegentlich wirkt die stete Trauer und Stummheit der Schwester fast ein wenig pathetisch, was der Erzählung aber keinen Abbruch tut.

Ihrem guten Ruf als hervorragendes Talent wird die Autorin mit dieser Erzählung gerecht!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Julia Schoch, eine junge ostdeutsche Schriftstellerin, wurde mit Preisen für ihr Erzähldebüt "Der Körper des Salamanders" ausgezeichnet, mit "Mit der Geschwindigkeit des Sommers" ist jetzt ihr drittes, vielleicht ihr bestes Buch erschienen.

Zum Plot: Die Protagonistin, die nach der Wende in den Westen gegangen ist, sich internationalisiert hat, deren Leben sich beschleunigt hat, die ständig mit dem Flugzeug auf Reisen ist, macht einen retrospektiven Zeitsprung und erzählt die Geschichte ihrer Schwester.

Die beiden Schwestern wachsen, in der ehemaligen DDR, in einer nahe der polnischen Grenze und dem Stettiner Haff gelegenen Garnisonsstadt, auf. Diese Stadt wurde förmlich aus dem Nichts aufgebaut, um als Standort für ein Bataillon der Nationalen Volksarmee zu dienen. Der Vater ist Offizier bei der NVA. Die ältere Schwester hat eine romantische Liebesaffäre mit einem Soldaten, der eines Tages versetzt wird und zu dem ihr Kontakt abreißt. Sie heiratet, bekommt zwei Kinder, fügt sich dem üblichen Frauenschicksal. Dann kommt die Wende, die Mauer fällt, viele Menschen glauben nun sei ihnen ein neues Leben geschenkt, gehen wie die erzählende Schwester in den Westen.

Jahre später tritt der Soldat wieder in ihr Leben. Es kommt zu einer Liebschaft, die es dieser Frau, deren Leben sich durch den großen historischen Vorgang nicht geändert hat, erlaubt schwärmerisch in die Vergangenheit dieses verschwundenen Staates zurück zu kehren, in der für sie widersinniger Weise alles geordnet und behütet war und wo ihr vielleicht ein anderes Leben möglich gewesen wäre. Nach der Hälfte ihres Lebens ist die DDR plötzlich weggebrochen und da ist nun diese Frau, die je länger sie lebt, sich ständig gefühlsmäßig fragt, was hätte aus meinem Leben werden können, wenn dieser Staat weiter existiert hätte. Ein interessanter Gedanken, aber im Grunde ganau so krank, wie die Verhältnisse damals in der DDR wirklich waren.

Die Erzählposition der Schwester, die so unheimlich viel von dem weiß, was ihre ältere Schwester gemacht hat, beeindruckt. Es ist zugleich aber auch eine gewagte Anordnung, weil man eigentlich so viel von dem anderen nicht wissen kann, auch wenn man hunderte von Stunden miteinander telefoniert hat, es sei denn bei der Konstruktion handelt es um zwei Seiten einer Seele. Es ist fraglos eine seltsame Schwesterbeziehung, eigentlich voller Aggressionen und deshalb vermischt sie alles, was die Schwester ihr erzählt und beichtet, mit ihrem Wissen und löscht damit ihre Schwester in ihrem jetzigen Leben förmlich aus. Sie vermutet ganz große Geheimnisse, lässt durch das Auslassen von Verben viel Raum für Mutmaßungen.

Was man bedenken muss ist, dass sie aus einer großen Distanz schreibt und das es ihr vordergründig nicht um dieses Frauenschicksal geht, sondern darum das Fremdheitsgefühl zu beschreiben, das dadurch entstanden ist das sie in eine beschleunigte, digitalisierte westliche Zeit gefallen ist mit der eigentlich nichts anfangen kann. Sie war es gewohnt in einer Zeit zu leben, in der nichts Wesentliches passierte und nun hat sie im Grunde noch nicht einmal die Energie, sich ein anderes Leben zu wünschen. Diese ganze bittere Trostlosigkeit spiegelt sich auch in der knochentrockenen, kalten Sprache, der alles Seelische und Empathische fehlt und in der sich die Stilmittel oft wiederholen.

Man könnte auch denken, dass es sich bei der sehr überzeugenden und virtuos gemachten Geschichte um zwei gespiegelte Seiten eines Ichs handelt, das im Osten verbliebene Ost-Ich und das im Westen globalisiert West-Ich, die beide in zwei ganz verschiedenartigen Zeiten leben. Die Frage wird durch den Kerngedanken gelöst, der wie eine tragische Dimension, klug und anstrengend in der Erzählstruktur, ungeklärt, voller Mutmaßungen, mit Einschüben wie - es wäre möglich, es könnte sein, ich interpretiere etc. - die ganze Zeit über diesem Buch schwebt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar