Es ist ein echter polnischer Klassiker. Wer etwas ueber die polnische Geschichte erfahren und gleichzeitig ein spannendes Buch sucht ist hier gut aufgehoben. Schade nur, dass der Ubersetzer, der Lektor und der Verlag ein wenig geschlampt haben. Vielleicht haette ein polnischer Kenner des Originals konsultiert werden sollen, dem springen naemlich einige boese Fehler sofort ins Auge: 1/ Der Umschlag sugeriert, dass Sienkiewicz fuer dieses Buch den Literatur-Nobelpreis erhielt. Das ist falsch, das Buch hiess "Quo Vadis" 2/ Der Umschlag-Kommentar verschweigt, dass "Mit Feuer und Schwert" nur der erste Teil einer Trilogie ist. 3/ Die Eigennamen wurden oft veraendert, fuer Weltliteratur ein einmaliger Vorgang. Beispiele: Rzedzian->Zjendjan, Sicz->Sietch, Chmielnicki-> Chmielnie'ckij, Rozlogi->Rozloghi 4/ Es wimmelt gerade zu von Prinzen, weil der Uebersetzer die altpolnischen Adelstitel gedankenlos fast alle mit "Prinz/Prinzessin" uebersetzte. So werden Junker(Helena und Ihre Familie) wie Herzoege oder Fuersten (Jaroma Wisniowiecki) alle zu Prinzen, was das Buch ins Laecherliche zieht. 5/ Statt Fussnoten zu verwenden wird oft direkt im Text etwas erklaert, ohne Hinweis, dass die Erklaerung vom Uebersetzer stammt. 6/ Ein Lageplan/Karte wuerde dem deutschen Leser sicher helfen. Bleibt zu hoffen, dass die gesamte Trilogie irgendwann einmal von einem anderem Verlag veroeffentlicht wird.