Jelouschek beschreibt in diesem sehr lesenswerten Buch anhand eines einleitenden leidklagenden Briefes eines von seiner Arbeit aufgefressenen und zunehmend in Partnerschaft und Freundeskreis vereinsamten Mannes die verschiedenen typisch männlichen Probleme, die entstehen aus eingeengter Männlichkeit, welche sich z.B. aus der "Helden"-Karriere entwickeln. Damit gemeint ist die in der Kindheit zu enge Vereinnahmung von der Mutterseite und das Fehlen einer echten Vaterfigur zur Identifikation mit der Männerrolle. Daraus entstehen dann fatale Folgen wie übertriebener Leistungsdruck (Yang-Prinzip), die Ablehnung von Männerfreundschaften als potentielle Konkurrenten mit resultierender Vereinsamung und insgesamt die fehlende Kultivierung von Yin-Eigenschaften wie: verbindend, gefühlsbetont agieren, intuitiv-ganzheitlich spüren, zulassen statt nur kämpfen, etc.
Entsprechend geht es in den folgenden Kapiteln darum, wie eine ausgeglichenere Gestaltung von Arbeit, Beziehungen, Körperbewußtsein, Sexualität, Väterlichkeit und Altersgestaltung aussehen könnte. Sehr lesenswert! (9.04.08)