Um es vorweg zu sagen: ich finde das Buch insgesamt sehr gut. was mich nur manchmal stört sind die Kategorien, in denen er bestimmte Sachverhalte einteilt. Diese sind rein subjektiv gewählt, für den Autor jedoch scheinen sie in Stein gehauen. das fängt bei den "sieben Gesichtern der Absicht" an (wieso gerade diese sieben? es wäre schön gewesen, wenn Dyer ab + zu erwähnen würde, dass er dazu kam im Laufe seiner Arbeit + diese Einteilung eben für am sinnvollsten hält.)
Auch erzählt er von einer Begebenheit in seiner Kindheit: Zu klein, um in der Straßenbahn an die Halteschlaufen zu reichen stellt er sich nun, wenn ein großes Ziel zu erreichen ist immer noch vor, wie es ist, eine zu hoch angebrachte Halteschlaufe zu erreichen. Soweit so gut. Dabei aber nun dem Leser zu empfehlen, dieses Bild ebenso wie Dyer zu benutzen zielt wie so viele Bücher auf dem Markt wieder mal am am Leser vorbei. Dieses Bild wirkt doch eben gerade für Dyer so gut weil es SEIN Bild war + nicht ein von außen aufgedrücktes. Vielmehr wäre es gut + richtig gewesen, von dieser Anekdote aus dem Leser anzuraten, eine eigene Visualisierung zu entwerfen + anzuwenden.
Auch stößt es mir immer irgendwie unangenehm auf wenn Autoren dem Leser selbst anraten, welche Stellen in seinem Buch doch nun so wichtig sind, um herausgeschrieben und/ oder unterstrichen zu werden. Welche Textstellen ich als Leser am bedeutsamsten empfinde möchte ich immer noch gerne selbst feststellen!!! Ich hoffe doch, der Autor selbst empfindet jede Textstelle als bedeutsam! + der heutige Buchdruck hat heutzutage genügend Methoden, um Textstellen besonders hervorzuheben (von denen der Autor auch oft genug Gebrauch macht). + wenn er den Textteil als herausschreibenswert hält so kann er es dem Leser ja immer noch mit einem "vielleicht möchten Sie ja wie ich diesen Satz an Ihren Spiegel kleben" o.ä. als FÜR IHN besonders wichtig deklarieren!!!
Solcherlei inhaltliche + formale Makel sind es, die immer mal wieder auftauchen + in mir beim lesen einen unnötig schlechten Beigeschmack hinterlassen. Dabei ist das Buch wie gesagt insgesamt gesehen ein eher gutes Buch zu dem Thema.