MISTER SISTER zählt zu den Filmen, bei denen man sich bereits nach wenigen Minuten sehr wohl fühlt und einen tollen Filmabend erwartet. Das liegt an einer sehr guten Kameraführung, guter Schnittechnik und optisch brillanter Umsetzung. Die Story jedoch ist eher dünn und so werden die anfänglichen Erwartungen nur ansatzweise erfüllt.
Ich denke, dass man aus der situationsbedingten Komik (ein Mann spielt als Frau verkleidet in der Damen-Basketball-Liga und verliebt sich in seinen weiblichen Team-Kapitän) viel mehr herausholen hätte müssen. Die schauspielerischen Leistungen sind durchaus bemerkenswert, aber die Dialoge lassen jeden Witz vermissen und die komödiantischen Elemente kommen fast ausschließlich durch die Nebendarsteller zustande (besonders erwähnenswert: Tommy Davidson). Deshalb entpuppt sich MISTER SISTER bald als überaus harmlose, zu wenig ausgebaute Romanze verbunden mit einem Sport-Drama, wie man es schon oft gesehen hat. Wer hier Neues erwartet, dürfte am Ende eher enttäuscht sein.
Alles in allem aber ein netter, kurzweiliger Zeitvertreib. Meine Empfehlung: Zurück lehnen und genießen; als Entspannungstherapie ist der Film allemal geeignet!