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Mister Peanut: Roman
 
 
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Mister Peanut: Roman [Gebundene Ausgabe]

Adam Ross , Eva Bonné
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Interview mit dem Autor Jetzt reinlesen! [PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
  • Verlag: Piper (Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492052924
  • ISBN-13: 978-3492052924
  • Originaltitel: Mr. Peanut
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,8 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 88.460 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Über all dies schreibt die Figur David Pepin ebenfalls ein Buch. Weshalb es bald zu enträtseln gilt, ob man sich beim Lesen gerade in Adam Ross’ Romanrealität oder doch in Pepins Schmöker befindet. Ein genialer Kunstgriff, der bis zum Schluss unbeantwortet bleibt. Apropos Schluss: Natürlich wird nicht ein Ende angeboten. Sondern drei. Oder vier? Egal. Sie sind alle superb.«  Kurier Wien »Ein starkes Stück, nach Jonathan Franzens Freiheit ›the next big thing‹.« myself »Überwältigend kraftvoll!« Cosmopolitan »Ein großer amerikanischer Erzähler betritt die Bühne. Großartig zu lesen – ein echter Hochgenuss.« Kieler Nachrichten »Der Roman ist sprachlich und erzählerisch brillant, aber auch emotional beklemmend und verwirrend. (...) Mister Peanut erzeugt einen Sog: ein Buch, das einen schwindelig werden lässt – und vor allem begeistert!« NDR Hörfunk »Adam Ross wird als großartiger Erzähler gefeiert. Zu Recht!« Financial Times »Der Roman ist voller subtiler, intelligenter Anspielungen... Mister Peanut ist ein oft verstörendes Buch. Aber gerade über die drastischen Szenen ist der Roman gleichzeitig ein Plädoyer dafür, Verständigung und Verständnis zu suchen – um sich jeglicher Ehehölle zu entgehen. Adam Ross führt uns in die Düsternis – aber er verliert sich nicht im Dunkel. Eine große Stärke des Buches sind die Personenbeschreibungen. – Der Roman ist ausgesprochen kunstvoll gebaut. Er ist ein furioses Vexierspiel mit Wahrnehmungs- und Wirklichkeitsebenen.« NDR1 Bücherwelt »Ein psychologisches Meisterstück, das sich liest wie ein Krimi. (…) Mit Adam Ross reiht sich ein neuer Autor in die Galerie der US-amerikanischen Erzähler, die mit großer Tiefenschärfe das Dunkel der menschlichen Seele ausleuchten. Grandios liest sich dieses zum Beispiel in den Rückblenden (…).« Berner Zeitung »Ein rundum gelungenes Debut…« Heilbronner Stimme »Formal ist der Roman ein Wagnis. Er schichtet das Erzählte zu einem schwankenden Turm, verschreibt sich nicht nur der Düsterkeit, sondern auch dem Spiel mit kulturellen Bezügen (…) und der nicht eindeutigen Auflösung von Plots. Spannungsbögen werden brutal unterbrochen, der Wechsel zwischen den Erzählebenen kann nach wenigen oder über hundert Seiten erfolgen. Im Unterschied zu so manchem glatt gewienerten Romanprodukt der Gegenwart ist das eine wohltuende Abweichung. Und die Story von Mister Peanut ist bei allen Ecken und Kanten fein erspürt.« Frankfurter Neue Presse »Adam Ross muss eine Tür zu finsteren Abgründen zwischenmenschlicher Beziehungen aufgetan haben, um so präzise, trittfest und eindringlich darüber schreiben zu können.« Oberösterreichische Nachrichten

Kurzbeschreibung

Auch nach dreizehn Jahren Ehe kann sich David Pepin ein glückliches Leben ohne seine Frau Alice nicht vorstellen. Doch als sie vor seinen Augen am Küchentisch ihrer New Yorker Wohnung tragisch erstickt, wird aus seiner Furcht, sie zu verlieren, Wirklichkeit. Und als wäre das nicht schrecklich genug, lassen ihn die tragischen Umstände ihres Todes wie den Schuldigen aussehen. Das Bild aber, das im Laufe des Verhörs durch die Polizisten Sheppard und Hastroll von der Ehe der Pepins entsteht, ist ein ausgesprochen komplexes. Ein Bild, wie es Sheppard und Hastroll auch aus ihrem eigenen Leben kennen.Jonathan Franzen nahm in seinen »Korrekturen« die Familie ins Visier. Nun widmet sich Adam Ross in seinem beziehungsreichen ersten Roman der modernen Ehe. Und er tut dies meisterhaft: Ein großer amerikanischer Erzähler betritt die Bühne.

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die dunkle Seite der Ehe 19. April 2011
Format:Gebundene Ausgabe
'Die Phantasien brachen einfach so über ihn herein'.

David Pepin kann sich gar nicht der dunklen Vorstellungen erwehren, die ihn heimsuchen. Unbewusst, eher sporadisch träumt er. Von der Ermordung seiner Frau. In mannigfaltigen Varianten. Phantasien, die übrigens im gesamten Verlauf des Buches auch über den Leser hereinbrechen auf den vielfach verschlungenen Pfaden, den die Ehen der Protagonisten im Buch nehmen.

Doch zunächst David. Natürlich will er nicht ernst machen. Es ist nur so, dass sein Leben sich verändert. Alice, seine Frau auch. Mit dem Kinderwunsch hat es nicht funktioniert und sie flüchtete in das Hineinstopfen von Essen. Mit Folgen. Was David nicht daran hindert, wilden Sex im Auto mit seiner übergewichtigen Frau anzugehen.
Ansonsten? Ansonsten flüchtet David in die Phantasie und beschäftigt sich damit, einen Roman zu schreiben. Und träumt von der Ermordung seiner Frau. Nicht mehr.

Doch plötzlich kommt alles anders und der Traum wird Realität. Alice erstickt an Erdnüssen, gegen die sie hochallergisch ist. Aber David wusste doch um diese Allergie, Alice ebenfalls. Warum aß Alice Erdnüsse? Selbstmord? Warum half David nicht? Mord? Fragen über Fragen, die nun im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen einer Klärung bedürfen.

Adam Ross nimmt diese Ausgangssituation auf und entfaltet vor den Lesern, aufgehängt am Rahmen der Ermittlungen, ein intensives, dichtes, differenziertes Bild des Lebens, der Entwicklungen, der Geschichte der Eheleute Pepin (und anderer Ehen). Und der Ehe an sich. Der Ehe, die, nach Verglühen des ersten Liebesreigens stark in Gefahr steht, still zu stehen, die Entwicklungen der Beteiligten zu hindern. Aus Sorge heraus, zu bewahren, was immer man meint, was die Ehe sein soll. Und gerade durch dieses zwanghafte Bewahren ist zu erleben, wie Eheleute einander zur Last werden. Bis zur Mordphantasie. Was übrig bleibt am Ende des Tages, ist, dass der eine den anderen für sein nicht gelebtes Leben und all die falschen Abkürzungen verantwortlich macht.
Und doch könnte es anders sein, so zumindest denkt es sich David oft und oft. Nicht nur er.

Erschwert werden die Ermittlungen durch die persönlichen Probleme der Ermittler, die beide in ihren Ehen ebenfalls nicht auf einem harmonischen und ruhigen Grund gebaut haben. Drei Hauptfiguren, drei Ehen, allesamt unglücklich, keiner der Figuren taugt als grundlegender Sympathieträger und Adam Ross macht sich auf, all das in seinen umfangreichen Roman zu fassen, was an Stillstand , Resignation, Entfremdung, aber auch an verzweifelter Hoffung eine Ehe moderner Prägung ausmachen kann.

All drei männlichen Protagonisten sind gefangen in dieser Welt der unzufriedenen Ehe und alle drei finden andere Umgangsformen mit diesem Zustand, allesamt keine eindeutigen Umgangsformen und überall lauert Gewalt, Mord und Unruhe.

Eine komplexe Ausgangssituation somit, die den Leser mitten hinein nimmt in diese undurchschaubare Welt vermeintlich tragfähig wirkender Ehen, die von Innen betrachtet nur mehr Lähmung beinhalten. So ist es wie ein Bild, dass die Ehefrau eines der Ermittler seit Monaten das Bett nicht mehr verlassen hat. Warum auch? Wofür auch? Gelähmt eben.

In einem überragenden literarischen Stil öffnet Adam Ross die Büchse der Pandora und variiert in vielfachen Erzählzweigen literarische und filmische Vorbilder. Er zieht den Leser mit wie durch einen Sog in die Innenwelt seiner Figuren und legt den Finger traumwandlerisch sicher und sprachlich wie sezierend auf all jene Momente des gemeinschaftlichen Lebens, die einem einerseits die Nackenhaare zu Berge stehen lassen und andererseits immer auch als Weggabelungen zu verstehen sind, an denen die Protagonisten es wieder und wieder nicht schaffen, die eingefahrenen Bahnen zu verlassen.
Ob man nach der Lektüre des Buches noch heiraten sollte? Durchaus.
Ebenso, wie schon bestehende Ehen prüfend wohlwollend betrachtet werden können.
Wenn man aus all dem bereit ist, zu lernen, das Adam Ross wie ein Kaleidoskop an ehelichen Farben vor die Augen stellt.

Das Buch ist ein Erlebnis.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
"Mister Peanut" ist ein ungewöhnlicher Roman, der in eindringlicher Weise die Abgründe zwischen den Gefühlspolen der Ehe beleuchtet. Gerade die Gleichzeitigkeit von noch immer irgendwie währender Liebe und einer Spannung, die gelegentlich schon nahe am Hass zu sein scheint, macht die Geschichten um die drei Paare so bedrückend. Ungewöhnlich ist aber nicht nur die Atmosphäre, sondern vor allem die Erzählweise. Wenn der Leser erfährt, dass die Hauptfigur David Pepin wie besessen ist von der Idee, das Computerspiel "Escher X" (kurz für "Escher Exit") zu entwickeln, kann er bereits ahnen, dass es sich hier nicht nur um eine beiläufige Information handelt. Und auch, dass ein auftauchender Profikiller ausgerechnet Möbius heißt und damit auf das gleichnamige verwirrende Band anspielt, das ebenfalls in Werken von M.C. Escher aufgegriffen worden ist, ist natürlich kein Zufall, sondern markiert das erzählerische Programm. Wie in den Bildern des niederländischen Künstlers gibt es in "Mr. Peanut" verschiedene Ebenen, die sich nicht recht voneinander trennen lassen, verwirren und zum Schluss zu keinem Ausgang führen - oder eben zu mehreren...

Das ist kunstvoll gemacht und spannend zu lesen, zumindest für diejenigen Leser, die sich gerne auf Verwirrspiele einlassen, auch wenn diese ohne gänzlich befriedigende Entwirrung bleiben. Doch stellt sich die Frage, ob das alles wirklich nötig ist, um das 'Möbiusband' der Ehe greifbar zu machen, ob der Tenor des Buches durch die komplexe Erzählform intensiviert oder ob diese im Gegenteil nicht eher vom eigentlichen Kern ablenkt.

Besonders stark erscheint der Roman weniger durch seine Ebenenwechsel, seine Mise-en-abyme-Struktur und seine postmodernen Verweise auf Pop- und Hochkultur. Viel stärker als diese mitunter etwas zu gewollt wirkenden Erzählraffinessen sind vielmehr Szenen wie die, in der Alice und David buchstäblich an einem beinahe tödlichen Abgrund auf Hawaii entlangwandernd nicht miteinander und nicht ohne einander ihren Schmerz bewältigen können. Diese Passagen, in denen sich der Erzähler ganz schnörkellos auf seine Figuren einlässt, sind diejenigen, die überzeugen und in Erinnerung bleiben werden.

Fazit: Obwohl die Mischung aus Beziehungsdrama, Krimielementen und Mindgame-Narration nicht jeden gänzlich überzeugen werden, liefert Adam Ross mit "Mister Peanut" einen insgesamt doch packenden Erstling.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Eskalina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Eine Frau, die am Küchentisch erstickt und die den Mund voller Erdnüsse hat, obwohl sie und ihr Mann David um ihre Erdnussallergie wissen - Das Buch beginnt mit einem mysteriösen Todesfall, doch es ist etwas ganz anderes als ein banaler Kriminalroman. Der Buchrückentext bezeichnet es als ein wuchtiges Werk, als einen furchtlosen, unheilvollen und zutiefst faszinierenden Blick auf die dunkle Seite der Ehe. Die Attribute "furchtlos" und "unheilvoll" kann ich nur bestätigen, doch zutiefst fasziniert war ich von diesem Blick absolut nicht.

Der Autor bleibt nicht sehr lange bei der Beschreibung der Ehe von Alice und David stehen, sondern driftet bald ab um sich den Ehen der beiden ermittelnden Polizisten Sheppard und Hastroll ausführlich zu widmen.
Alle drei Männer haben eine Gemeinsamkeit: Probleme mit ihren Frauen, die sie zwar lieben, aber nicht wirklich verstehen. So könnte man es auf den Punkt bringen - der Autor jedoch braucht dafür unendlich viele Sätze in denen er jeden Gedanken, jede Bewegung und jedes noch so kleine Detail ausarbeitet.

Es geht um Liebe, aber auch um mangelnde Kommunikation, um Ehe, ihr Scheitern, Fremdgehen und die Option eines Neuanfangs und ganz am Rande auch um Mord, doch Ross zerredet, analysiert und philosophiert so ausufernd, dass das Interesse auf der Strecke bleibt.
Seine Hauptfiguren sind sorgfältig entworfen, seine Szenarien gut durchdacht, doch mir fehlte jegliche Sympathie mit seinen Charakteren und am Schluss auch die Empathie.

Nachdem man alles über die Privatsphäre der Ermittler ausführlich kennen gelernt hat, geht es im letzten Teil des Buches wieder zurück zu David und Alice, doch auch jetzt wird man von der abschweifenden Erzählung erfasst und letztlich verwirrt zurück gelassen. David, der die Phantasien vom Tod seiner Frau aufgeschrieben hatte und zum Thema seines Buches machen will, erdenkt sich mehrere Schluss-Sequenzen für sein Buch - und irgendwann gerät man so tief in diese unterschiedlichen Entwürfe, dass man den Überblick verliert.

Möglicherweise ist es die Absicht des Autors gewesen, die Grenzen zwischen seiner Fiktion und Davids Fiktionen so verschwimmen zu lassen, dass dem Leser damit verschiedene Interpretationen des Endes zugestanden werden, doch da ich schon lange vor dem Schluss das Interesse an dem Buch verloren hatte, habe ich es einfach nur erleichtert nach dem Lesen der letzten Seite zugeklappt.
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