zu LA oder auch ihrem superhit "oh superman" kann man ja stehen wie man will. sie ist eine performancekünstlerin, die halt auch musik macht - sehr gute sogar, wenn man den zugang findet. meditative hintergrundgeräusche mit dem typischen, mit dieser faszinierenden stimme vorgetragenen sprechgesang sind die eine - rhytmische und rockig angehauchte songs die andere seite dieser faszinierenden künstlerin.
alle ihr platten sind sehr gut, hervorzuheben "big science", das eher kommerzielle "strange angels" (mit einem betörenden und wunderbaren duett mit bobby mcferrin), "bright red" oder das livedoppelalbum, aufgenommen am tag nach 9/11 in new york mit der entsprechend beklemmenden athmosphäre im publikum die hier spürbar eingefangen wurde und heute noch schaudern lässt.
diese hier ist insofern eine klasse für sich, als LA ein wenig von ihrer linie abweicht, sich auf ein duett mit peter gabriel einlässt, den alten underground schriftstellerjunkie william borroughs (naked lunch) mit seiner kaputten stimme ans mikro und adrian belew an der gitarre freie hand lässt.
so ist dies kein wirklich typisches LA-album geworden, eines das auch rockt und damit durchaus elektrisieren kann.
anspieltipp: "excellent birds" - ein klassesong!
auch der sound ist, wie fast immer bei LA, überdurchschnittlich, kristallklar aufgenommen, mit knochentrockenem bass, erreicht aber nicht das klangliche niveau von "strange angels" der diesbezüglichen LA-referenz.