„Yesterday's girl is not what you see, it's a terrible case of mistaken identity", singt Delta Goodrem in dem Titelsong ihres neuen Werks „Mistaken identity". Dieser und einige weitere Songs des Albums lassen sofort erkennen, dass sich in Deltas Leben im vergangen Jahr einiges verändert hat und dass auch Delta selbst nicht mehr die selbe Person ist wie auf "Innocent eyes", dem sehr schönen Debütalbum. Das neue Album klingt ernster und bedrückender als der Vorgänger. Aber einige Songs klingen auch hoffnungsvoll („Extraordinary day") bis beschwingt („A little too late"), so dass der hinterlassende Eindruck nicht durchweg düster bleibt. Zudem verfügen alle Stücke über wunderschöne Melodien und wie auf „Innocent eyes" sind auch am Klavierspiel und Deltas Stimme nichts auszusetzen. Sie weiß, wie man den Zuhörer in die gewünschte Stimmung transportieren kann. Musikalisch möchte ich hier die Stücke „Be strong", eine wunderschöne hoffnungsvolle Ballade, „Electric storm", das Highlight des Albums und „Last night on earth" hervorheben. Delta ist wie auf „Innocent eyes" auch hier wieder maßgeblich am Songwriting beteiligt gewesen. Namenhafte Unterstützung bekam sie neben früheren Hit-Garanten wie Gary Barlow, von Billy Mann, Guy Chambers und Cathy Dennis. Die Songs klingen durch eine üppigere Instrumentierung und häufigen Orchester-Einsatz noch dramatischer und komplexer als ihre ersten Werke. Dies mag jedoch auch ein Grund dafür sein, dass sich weniger Single-taugliches für den Mainstream auf dem Album befindet. Mich persönlich stört dies allerdings weniger. Als einzigen Schwachpunkt des Albums möchte ich jedoch das Duett „Almost here" mit Brian McFadden anführen, welches sich etwas seichter als der Rest des Albums anhört und zu sehr von dem Ex-Westlife-Sänger dominiert wird. Schlecht ist es jedoch nicht.
Fazit: Delta beigeistert mit einem weiteren Meisterwerk. Man darf gespannt sein, zu was für Höhenflügen sie in Zukunft noch ansetzen wird. „Delta, you're in my heart, growing into a beautiful garden!"