Na, was macht dein schwuler Freund?", wird der dreizehnjährige Erik neuerdings von seinen Klassenkameraden gefragt.
Der Grund: Im Nachbarhaus ist Dexter mit seiner Mutter Linda eingezogen. Dexter ist elf Jahre alt und hat sich durch eine Bluttransfusion mit Aids infiziert.
Doch schon bald freunden die beiden sich die beiden Außenseiter an. Da können auch alle Verbote und Strafandrohungen von Eriks Mutter, einer überforderten Mutter mit den gängigen Vorurteilen gegenüber Aids, nichts ausrichten.
Ganz im Gegenteil scheinen deren Anfeindungen Erik und Dexter eher noch zusammenzuschweißen.
Erik kann sich nicht damit abfinden, dass sein Freund an einer tödlichen Krankheit leidet.
Mit kindlichem Eifer und Optimismus sucht er nach einer Medizin für Dexter und stellt dabei kuriose Experimente mit Süßigkeiten und selbstgebrauten Kräutertees an.
Nachdem die zwei Freunde in einem Sensationsblatt von einem Wunderheiler in New Orleans gelesen haben, beschließen sie, von zuhause auszureisen und sich auf den Weg dorthin zu machen.
Mit einem selbstgebauten Floßmachen sie sich auf den Weg zum angeblichen Wunderheiler in New Orleans und erleben eine abenteuerliche Reise auf dem Mississippi.
Doch sie haben Gefahren, Strapazen und Entfernung ebenso unter- wie Dexters Kraftreserven überschätzt, und so bleibt Erik nichts anderes übrig, als Dexters Mutter zu informieren und mit dem geschwächten Freund die Heimreise anzutreten.
Im Krankenhaus erlebt Dexter seine letzen schönen Stunden.
Für Dexter gibt es keine Heilung, aber in seinem letzten Sommer konnte er die schönste Freundschaft erleben.
Ein wirklich bewegender Film, trauriges aber nicht rührselig erzähltes Drama.
Ein liebevolle und sensible Darstellung einer Freundschaft zweier Kinder über den Tod hinaus.
Besonders bewegend erzählte Szenen u.a. wie, Eriks Turnschuh und Dexters Armen damit er keine Angst haben soll.
Sehenswert, Sehenswert, Sehenswert.