Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Selbstüberschätzung, 18. März 2009
Dies Werk ist ein Ergebnis einer offenkundigen und noch dazu auch selbstverliebten Hybris (Selbstüberschätzung). Wer weiteres mehr oder
weniger verdauliches von diesem Autor lesen will, der studiere zu allererst einmal seinen wöchentlichen Blog, den Michael Eggert einmal
treffend als die Ergüsse eines Welterweckungspredigers 'Pater' Gronbach bezeichnete.
Dass der Autor neben seiner Tätigkeit für die Zeitschrift 'Info3' auch noch 'der' Kulturbeauftragte des Arbeitszentrums NRW (der Anthroposophischen Landesgesellschaft Deutschland)ist, tut ein übriges, um gewaltige Zweifel an seiner egomanischen Vision bzw. Mission aufkommen zu lassen.
Wer sich als Anthro-Funktionär so solipsistisch aus dem Fenster lehnt, der muß - wohl oder übel - auch berechtigte Kritik an seinem Erstlingswerk einstecken können.
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14 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sinnlich und Über-Sinnlich, 15. September 2008
"Rudolf Steiners Anthroposophie versteht sich nicht nur als Lehre, sondern auch als eine Methode, eigenständig Forschung auf geistigem Gebiet zu betreiben. Ziel ist ein individueller, aber dennoch systematischer Zugang zu Phänomenen der übersinnlichen Welt", so steht es bei Wikipedia. Ich weiß nicht ob das eine zutreffende Beschreibung ist, aber wenn es so ist, dann hat Sebastian Gronbach in seinem Buch genau das getan, er hat eigenständige und systematische Forschung auf geistigem Gebiet betrieben, und noch einen drauf gelegt, in dem er sich nicht nur mit Phänomenen der übersinnlichen Welt, sondern auch mit Phänomenen der sinnlichen Welt beschäftigt hat. Er stellt dabei - anthropozentrisch - den Menschen in den Mittelpunkt, und beginnt bei sich selbst und seiner persönlichen Mission - wo auch sonst könnte er beginnen -, ohne dabei jedoch anthro (oder ego) -zentrisch zu sein. Vom "Beweis" über das "Sofa" in den "Schatten" zur "Entscheidung" bis an die "Grenze" und drüber hinaus zur "Elite" und der "Sünde" weiter zur "Erleuchtung" - die Kapitelüberschriften machen deutlich, dass Gronbach kein Tabuthema auslassen möchte, mit dem vollem Risiko ins Fettnäpfchen zu treten. Doch anders als mit vollem Risiko und einer unter die Haut gehenden Offenlegung ist diese seine Mission nicht zu machen, und auch nicht zu haben, und der persönliche Mut, mit dem er diesen Weg beschreitet, ist ebenso beeindruckend wie die spannenden und immer wieder überraschenden Inspirationen seines Buches. Ich bin - auch durch dieses Buch - mehr denn je davon überzeugt, dass sich das Über-Persönliche oder auch Über-Sinnliche erst durch das Persönliche und Sinnliche offenbaren kann (und nicht daran vorbei), und eine sehr persönliche Offenbarung dessen was Menschsein bedeuten kann sind Gronbachs "Missionen".
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14 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Die Provokation ist gelungen, die Mission nicht..., 30. Juli 2008
Dieses Buch halte ich für ein bemerkenswertes Eigentor für die Sache der Anthroposophie. Gronbach bekennt sich dazu, provozieren zu wollen, nicht politisch korrekt zu sein. Das gelingt ihm auch - aber das kann jeder. Er zeigt damit immerhin Mut und gibt einige interessante Anstöße zum Diskutieren und Nachdenken. Darin sehe ich das Positive dieses Buches.
Befremdlich ist jedoch, wie er sich und seinesgleichen als Elite, als Menschen mit "veredelter Persönlichkeit" hinstellt: Als Herrenmensch, auch wenn er dieses Wort nicht gebraucht. Er begründet die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe nicht mit der Rasse, sondern mit dem Erreichen einer höheren geistigen Ebene. Alle, die diese Ebene nicht erreicht haben, sind "naiv und damit tendenziell gefährlich", "strunzdumm" - "ganz, ganz arme Socken" eben. Wer ihm nicht folgen kann oder will, ist schlicht noch nicht soweit.
Eine Szene kommt mir bei der Lektüre immer wieder in den Sinn: Zu Beginn des Buches schildert Gronbach die Begegnung mit einem neuen Klassenkameraden, der mit "billigsten Taschenspielertricks" die Herzen der Mitschüler erobert. Er hasst ihn, weil er in ihm sich selbst erkennt. Heute hat Gronbach bessere (rhetorische) Tricks drauf, aber in meinen Augen sind das immer noch Taschenspielertricks. Damit konnte er keine Sympathien für Steiners Ideen bei mir wecken.
Zu den vom Autor an sich selbst entdeckten "überdurchschnittlichen kognitiven, emotionalen und physischen Merkmalen" will auch nicht passen, dass das Buch zahlreiche grammatikalische Fehler enthält.
Fazit: Gronbach will der Menschheit (und damit auch mir) dienen; ich möchte gern darauf verzichten.
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