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Mission Walhalla
 
 
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Mission Walhalla [Gebundene Ausgabe]

Philip Kerr , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
  • Verlag: Wunderlich (15. Juli 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805250223
  • ISBN-13: 978-3805250221
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.536 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Philip Kerr
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

DER SIEBTE TEIL DES BERLIN-ZYKLUS UM BERNIE GUNTHER Es ist 1954. Privatermittler Bernie Gunther hat es nach Kuba verschlagen. Der Zweite Weltkrieg ist längst vorbei, aber die alten Feinde geben nicht auf. Bernie ist nicht mehr der Jüngste, also besorgt er sich ein Boot und versucht die Insel zu verlassen. Doch die US Navy nimmt ihn fest. Die CIA verfrachtet ihn zurück nach Berlin. Dort stellt man ihn vor die Wahl: Er muss für den französischen Geheimdienst in Deutschland arbeiten, sonst wird er wegen Mordes exekutiert. Kann Bernie den Schatten seiner Vergangenheit entfliehen?

Über den Autor

Philip Kerr wurde 1956 in Edinburgh geboren. 1989 erschien sein erster Roman „Feuer in Berlin“. Aus dem Debüt entwickelte sich die Serie um den Privatdetektiv Bernhard Gunther. Diese Reihe führte Kerr mit den 2007 und 2008 erschienen Romanen „Das Janus-Projekt“und „Das letzte Experiment“ fort. Für seinen Roman „Das Wittgensteinprogramm“ erhielt er den Deutschen Krimi-Preis 1995, für seinen High-Tech-Thriller „Game Over“ den Deutschen Krimi-Preis 1997.

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lesezeichen TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Bernhard (genannt: Bernie) Gunther ist ehemaliger Kriminalkommisar im Berlin der Weimarer Republik und des 3. Reiches und nun schon im siebten Roman des Engländers Philip Kerr die charismatische, desillusionierte und zum Zynismus neigende Hauptfigur. Die bisherigen sechs Romane haben Bernie Gunther von seiner Anfangszeit als Kriminaler über die Nazizeit bis hin ins Argentinien und Kuba der 50iger und 60iger Jahre begleitet. Das Besondere an dieser Romanserie Philip Kerrs ist, dass der Autor unglaublich fesselnd und extrem gut recherchiert Fiktion und Wirklichkeit miteinander vermischt. So trifft Gunther auf Naziobere wie Adolf Eichmann, Josef Mengele oder Reinhard Heydrich (von Göring mit der Endlösung der Judenfrage beauftragt und damit einer der Hauptverantwortlichen für den Holocaust) oder auf Politiker wie Juan Péron oder auch auf dessen Frau Evita. Und diese geniale Mischung zwischen realen Personen und historischen Ereignissen und den fiktiven Erlebnissen Bernhard Gunther's sind etwas ganz Besonderes und heben gerade diese Romanreihe deutlich über die Vielzahl an anderen historischen Romanen.

In "Mission Walhalla" versucht Gunther sich in den 50iger Jahren aus Kuba nach Haiti abzusetzen, wird aber von den Amerikanern abgefangen und nach Landsberg am Lech in das größte deutsche Internierungslager der Amerikaner gebracht. Eine Laune des Schicksals verfrachtet den absoluten Nazigegner ausgerechnet in die Zelle, in der Adolf Hitler während seiner Haftzeit in den 20iger Jahren sein Buch "Mein Kampf" geschrieben hat. Dort wird er von den Amerikanern verhört, die ein gesteigertes Interesse an seiner Vergangenheit besonders im Zusammenhang mit einem gewissen Erich Mielke hat. Diesem Erich Mielke, der ja dann von 1057 bis zum Fall der DDR 1989 Minister für Staatssicherheit der DDR war, hat Gunther 1931 das Leben gerettet - bevor Mielke dann zwei Polizisten ermordete und abtauchte. Im Verhör mit dem Amerikanern begleiten wir Gunther nochmals durch die 40iger jahre, in denen er von Heydrich beauftragt wurde, den in einem französischen Gefangenenlager vermuteten Mielke zu verhaften bis hin zu seiner Kriegsgefangenschaft in den Händen der Russen.

Eigentlich ist die Handlung ziemlich unspektakulär - den besonderen Reiz und den großen Unterhaltenswert schafft Kerr ausschließlich durch seine wunderbare schriftstellerische Gabe, den Leser quasi in die Handlung reinzuziehen und ihn die Geschehnisse von Bernie Gunther, aber auch die geschichtlichen Ereignisse unserer deutschen Vergangenheit miterleben zu lassen. Zudem ist Gunther ein sehr sympatischer Anti-Held, der versucht, sein Leben zurück zu gewinnen und trotzdem immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt wird.

Auch wenn "Mission Walhalla" auch als eigenständiger Roman lesbar ist, sei der Ehrlichkeit halber aber empfohlen, die 7 Romane möglichst in ihrer chronologischen Reihenfolge zu lesen, da sich dadurch deutlich mehr Ereignisse in ihrer Gesamtheit erschließen lassen und auch die Biographie Gunthers ihre besondere Logik erhält.

Philip Kerr hat nicht umsonst den Deutschen Krimipreis und eine Vielzahl internationaler Buchpreise erhalten. Seine Bücher sind einfach genial, faszinierend und hochgradig unterhaltsam. Auch "Mission Walhalla" ist seine 5 Sterne allemal wert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Philip Kerr gehört seit vielen Jahren zu meinen Lieblingsautoren. Ich habe selten ein Buch von ihm in die Hand genommen, das meinen hohen Erwartungen nicht entsprochen hat - am ehesten war es noch bei "Esau" der Fall; aber gut, kein Autor liefert nur Meisterwerke ab. Die Geschichten um Bernhard ("Bernie") Gunther, die als "Berlin-Trilogie" begonnen haben (und damit einen Abschluss suggerierten), inzwischen aber zu einem ausgewachsenen Zyklus mit sieben Werken geworden sind, haben mich nie enttäuscht. Das liegt sicher zu einem wesentlichen Teil an dem Protagonisten, einem ausgesprochenen Noir-Helden, für den das Schicksal stets überraschende Wendungen bereithält - nicht immer die positivsten, wie man sich denken kann. Immer wieder muss sich Bernie Gunther mit moralischen Dilemmata auseinandersetzen und löst dies auf seine spezielle Art. Wie bei einem Noir-Helden nicht anders zu erwarten, verwischen dabei oft die Grenzen zwischen "Gut" und "Böse". Wenn man aber berücksichtigt, welchen politischen und zeitgeschichtlichen Ereignissen er ausgesetzt wird, bleibt er erstaunlich integer, zumal nicht selten sein Leben auf dem Spiel steht.

Die neue Geschichte beginnt auf Kuba, dort, wo der letzte Roman ("Die Adlon Verschwörung") endete. Bernie Gunther hat guten Grund, sich abzusetzen, wird aber bei dem Versuch, Haiti zu erreichen, von den US-Amerikanern aufgegriffen. Er gerät in die Fänge des Geheimdienstes CIA, der ihn schließlich nach Deutschland bringen lässt, ins bayerische Landsberg. Ein großer Teil des Buches besteht aus den Verhören, denen Gunther dort unterzogen wird. Das klingt erst einmal unspektakulär, Philip Kerr versteht es jedoch, die geschichtlichen Episoden, die in der Folge ausgebreitet werden und die etwa zwei Jahrzehnte deutscher Geschichte umfassen, fesselnd darzustellen. Eine besondere Stärke von Kerr ist es, Geschichte lebendig zu machen. Selbstverständlich fabuliert er hier und da - das ist sein gutes Recht als Autor -, aber als Leser fühlt man sich mitten im Geschehen, wobei jedoch gleichzeitig auf jeder Seite erkennbar ist, dass Kerr nicht nur seiner Phantasie freien Lauf lässt, sondern hervorragend recherchiert hat. Verglichen mit seinem britischen Kollegen Robert Harris - den ich ebenfalls sehr schätze - schreibt Kerr historische Thriller mit einem höheren Unterhaltungswert - jedenfalls nach meiner bescheidenen Meinung.
In diesem Buch werden wir mitgenommen in die Endphase der Weimarer Republik, in das von Nazi-Deutschland besetzte Frankreich, wir werden konfrontiert mit dem Völkermord, wie er unter anderem von den Sonderkommandos des SD in Osteuropa verübt wurde, und wir sehen das Elend der deutschen Kriegsgefangenen in russischen Lagern. Nicht zuletzt wird uns vor Augen geführt, wie glimpflich so mancher Kriegsverbrecher davongekommen ist (was schlichtweg beschämend ist!).

Am Ende des Buches musste ich etwas schlucken. Die Wendung, die hier eintritt, habe ich nicht erwartet - und ich habe dabei auch kein gutes Gefühl. Andererseits ist Gunther, wie oben erwähnt, ein Noir-Held und keine Lichtgestalt im Auftrag der Göttin der Gerechtigkeit. Ich hatte kurz mit dem Gedanken gespielt, einen Stern abzuziehen - aber nur ganz kurz, denn damit würde ich dem Buch Unrecht tun.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stevo
Format:Gebundene Ausgabe
Immer wieder Bernie Gunther! Ich bekomme einfach nicht genug von dem schoddrig-zynischen Berliner Kriminalisten, der immer wieder zum Spielball der historischen Ereignisse wird. Und auch in diesem Roman holt Gunther seine Vergangenheit ein - insbesondere seine spezielle Beziehung zu Reinhard Heydrich.
1954, Gunther will Kuba schleunigst verlassen und er hat gute Gründe dafür, die nicht allein mit der bevorstehenden kubanischen Revolution in Verbindung stehen. Als besonderer Klotz am Bein entpuppt sich dabei seine immerhin attraktive weibliche Begleitung. Wie auch immer, Gunther läuft geradewegs den Amerikanern in die Arme und lernt in Guantanamo und anschließend in New York seine ersten Lektionen in amerikanischer Gastfreundschaft. Schließlich landet er in Landsberg, wo ihm das zweifelhafte Vergnügen zukommt, die frühere Zelle Hitlers zu bewohnen.
In der Landsberger Haft wird die Rolle Gunthers im Zweiten weltkrieg und seine Verstrickung in das verbrecherische Regime der Nationalsozialisten thematisiert. Insbesondere aber geht es um die Beziehung zwischen Gunther und einem gewissen Erich Mielke.
Die Geschichte ist nicht unbedingt stringent erzählt. Es wimmelt von Zeitsprüngen und es gibt auch eine ganze Reihe von handelnden Personen. Dennoch gelingt es Philip Kerr die Fäden meisterhaft in der Hand zu halten und den Leser in seinen Sog zu ziehen. Das macht die Reihe um Bernie Gunther - neben der überaus gelungenen Geschichtsstunde - auch so lesenswert. Man fiebert mit Gunther und man muss ihn einfach mögen, auch wenn ihm selbst das nicht gelingen mag. So ist Kerrs Roman großartige Unterhaltung die eine breite Leserschaft verdient hat.
Übrigens kann man anhand von Kerrs Beschreibungen von Guatanamo und des Verhaltens der us-amerikanischen Verhörexperten aktuelle Bezüge nicht übersehen. The Land of the free war und ist wohl nur dem Anspruch nach so freiheitlich, wie es sich gerne darstellt.
Eine Anmerkung möchte ich aber noch machen. Fast hätte ich einen Stern für das ziemlich abstruse Zwiegespräch zwischen Gunther und Hitler in Landsberg abgezogen. Doch Kerr und Gunther verzeiht man auch solche kleine Verirrungen.
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