Pressestimmen
Der Band stellt eine Einführung in die Missionsgeschichte Ozeaniens dar, dessen Lektüre Studierenden der Ozeanistik sehr zu empfehlen ist, um sich Kenntnisse über diesen bis in heutige Zeit nachwirkenden Aspekt der Geschichte der pazifischen Inselwelt anzueignen. Der erste Teil des Buches mit seiner Erörterung des Verhältnisses zwischen Ethnologie und Mission ist nicht nur für Ozeanisten von Interesse, sondern ermöglicht auch EthnologInnen mit anderer Schwerpunktsetzung einen Zugang zu dem sperrigen Thema und eignet sich beispielsweise auch als Ausgangspunkt für Diskussionen in ethnologischen Lehrveranstaltungen, die sich mit dem Thema Mission und Ethnologie befassen. (Anthropos, Oktober 2011)
Er bereitet nicht nur die europäische Entdeckungsgeschichte dieser Welt auf, führt in die materielle Kultur ein und verbindet diese mit der Perspektive auf Rituale und Weltdeutungen, sondern sucht auch die soziale Strukturen der Einwohner zu rekonstruieren. Dies gelingt ihm auch deshalb auf vorbildliche Weise, weil er sich auf bereits vorgezeichnete Pfaden durch die Wiener Ethnohistorie bewegt. (Das Historisch-Politische Buch, Oktober 2011 Nr. 2)
Kurzbeschreibung
Die protestantische und katholische Missionierung Ozeaniens zählt zu den spannendsten, aber auch kontroversen Kapiteln der westlich-überseeischen Begegnung. Sie prägte die pazifische Inselwelt nachhaltig und wirkt bis heute in viele Gesellschaftsbereiche entscheidend hinein. Der Band gibt einen detaillierten Überblick über die Anfänge der Mission und die schrittweise Erschließung der Region und thematisiert anhand von Beispielen die Schwierigkeiten, Konfrontationen und Wechselbeziehungen zwischen kolonialen Interessenvertretern, indigenen Bevölkerungen, Ethnologen und der Mission. Ein lexikalischer Teil mit über 800 Kurzbiographien der wichtigsten Missionare, Missionsbrüder und -schwestern ergänzt den Band und gibt lebendigen Einblick in deren Missionstätigkeit.