Ich kann mich noch gut an den Wirbel um den zweiten Teil der Spionage-Reihe erinnern. Überall war von John Woo zu hören und welch klasse Actionszenen es wohl in dem Film geben wird. In einer Fernsehzeitung war auch ein eine Bonus-CD zum Kinostart mitsamt Trailer enthalten. Zu 'Mission Impossible 3' gab es so was irgendwie nicht. Ich hatte insgesamt den Eindruck, dass dem Film nicht die Ehre zuteil wurde, die er eigentlich verdient hat - die privaten Geschichten um Tom Cruise hin oder her. Ich finde das Privatleben eines Schauspielers ist sein Privatleben, sein Film ist sein Film. Und dieser ist SEEEEHR gut!
Der Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) hat sich wegen seiner neuen Verlobten Julia vom aktiven Dienst zurückgezogen, bis seine Kollegin Lindsey in Gefahr gerät. Da er so was nicht einfach auf sich beruhen kann, scharrt er seine Mannschaft (darunter wieder Ving Rhames aus den ersten beiden Teilen) um sich und versucht diese zu retten, was allerdings misslingt. So stehen er und seine Truppe im Visier der Führungsetage (wozu auch Laurence Fishburne aus der 'Matrix'- Trilogie gehört) und um den Ruf wiederherzustellen bzw. den Tod von Lindsey zu rächen, schnappt er sich den Mann, der dafür verantwortlich ist: Davian (Philip Seymour Hoffman). Doch der zeigt sich wenig beeindruckt von der Aktion Hunts und droht ihm damit, ihn zu töten .. und auch seine Freundin ..
'Mission Impossible 3' glänzt mit tollen Actionszenen und klasse Spezialeffekten. Die Pyrotechniker haben ganze Arbeit geleistet! Auch die Handlung ist bisher die interessanteste und emotionalste der ganzen Reihe. Durch die Gefahr, dass seiner Freundin etwas geschieht, bekommt das Ganze einen großen Schub an Spannung. Und auch Philip Seymour Hoffman glänzt als fieser und kaltblütiger Bösewicht, was der Intensität natürlich zugute kommt. Insgesamt halte ich den Film für den besten der Reihe und ich würde dem Film liebend gerne fünf pralle Sterne bescheren. Allerdings begeht er in meinen Augen einen gravierenden Fehler: Gleich zu Beginn sieht der Zuschauer, wie Ethan und Julia sich gefesselt gegenüber sitzen und Davian seine Freundin mit einer Waffe bedroht. Das ist der Ausgangspunkt des Filmes und nach dem kurzen Intro samt Filmtitel erzählt der Film erst mal die Geschehnisse vor diesem Ereignis. Dadurch ist aber sehr viel von der Handlung vorhersehbar, was leider wieder an der Spannung nagt. Man weiß einfach bestimmte Sachen im Voraus und wenn dadurch gewisse Dinge (z.B. der Tod einer Figur) bis zu diesem Zeitpunkt nicht passieren können, verliert das Ganze etwas seinen Reiz. Es ist SEHR schade, dass dieser 'Fehler' begangen worden ist, auch wenn dadurch der Einstieg wirklich sehr fesselnd gelungen ist. Ohne diese Kleinigkeit wäre für der Film wirklich 1a. Aber auch so ist er wirklich klasse! Achja, und diese Nachricht wird sich von selbst zerstören ;-)