Der Film besteht aus dem Zweiteiler "The Living Legend" und "Fire in Space"( eine Einzelfolge, die nach dem Zweiteiler gedreht wurde). Für diese Spielfilmversion wurden alle Szenen der eingeschlossenen Helden im Freizeitzenter (Athena, Boomer, Boxey, Muffit) sowie weitere Löschversuche des Feuers aus "Fire in Space" entfernt. Man hat die Folge auf diese Weise sogar recht gelungen in das letzte Viertel des Zweiteilers "The Living Legend" eingefügt. Auffällig ist nur, dass keiner mehr von Cain spricht, aber angesichts der Notsituation der Galactica wirkt dies nicht unpassend.
Aus "The Living Legend" wurden ein paar Szenen, u.a. der Auftritt von Boxey und Muffit, aber auch einige gute Szenen zwischen Cain und Adama, entfernt.
Natürlich wurde die Filmversion gegenüber den TV-Fassungen ein wenig aufgepeppt. An den dramatischen Stellen hat man die packendere Musik des Pilotfilms wiederverwendet, welche die Musik der TV-Version stellenweise ganz ersetzte. Es wurden auch einzelne Tricksequenzen ergänzt bzw. durch Elemente erweitert. Auch die erste Szene Mit Baltar wurde durch einen längeren Anflug von Zylonenjägern zum Basisstern und im Anschluss mit ein paar gut zusammengeschnittenen Einstellungen aus vorausgegangenen Folgen der TV-Serie (Lucifer, der durch einen Computergang geht, Zylonenhanger...) geschickt erweitert, bevor der Dialog zwischen Baltar und Lucifer wie im Original-Zweiteiler startet.
Während man in der TV-Episode dirket mit dem Aufeinandertreffen von Starbuck und Apollo mit den Jägern der Pegasus beginnt, hat man in dieser Filmfassung wesentlich geschickter mit der Szene begonnen, welche zeigt, dass die Flotte ein Treibstoff-Problem hat.
Während in den TV-Versionen die Zylonenjäger sich so anhören wie im ersten Film, hat man für den Kinoschnitt ein etwas aufregenderen Sound für die Zylonenjäger verwendet. Ob er besser ist, ist Geschmackssache. Der Start der Vipers wurde ebenfalls aufgepeppt (Geräusch beim Durchrasen des Starttunnels, tauchte innerhalb der Serie in der Doppelfolge mit dem und bei dem Geschütz auf dem Eisplaneten auf). Explosionen wurden gegenüber der TV-Version etwas kraftvoller und gewaltiger abgemischt.
Vom Handlungsvelauf ist der originale TV-Schnitt (ab Frühjahr 2009 auch in Deutschland im Rahmen der ersten deutschen Veröffentlichung der zweiten Hälfte der alten Serie auf DVD erhältlich!) besser. Der Filmschnitt ist durch andere Musikauswahl und einiger ergänzter Effekte stellenweise mitreißender geraten.
Wer diesen Filmschnitt in der alten deutsche Fassung mag, muss diese VHS holen oder auf eine Wiederholung im Fernsehen warten.
Die VHS, die 1994, 1999 und zuletzt 2002 vertrieben wurde, enthält ein recht angestaubtes Bild. Trotzdem ist diese Version hier in Bild und Ton etwas besser als die letzten TV-Ausstrahlungen.
Wenn man den eigentlichen Schnitt der Folge mit den Szenen sehen will, die hier etfernt wurden, sollte sich lieber die Serie auf DVD zulegen.
Unabhängig welche Version man nun betrachtet, ist Mission Galactica / "The Living Legend" ein solider TV-Zweiteiler. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Hier wurde so viel wiederverwendet (Musik und Tricks des Pilotfilmes) und geschnittenen (Zweiteiler plus Einzelfolge plus Einstellungen aus andren Folgen), dass das Ergebnis zwar gut unterhält, aber eigentlich kein eigenständiger Film mehr ist, so wie es der 1. Film war und ist. Daher nur 3 Sterne.
Im sehr schwachen Film "Das Ende einer Odyssee" hat man sogar einen Dreiteiler, eine Doppelfolge und weiteres Material aus Einzelfolgen der misslungenen 2. Serie "Glactica 1980" verwendet und sehr klug gemischt neu zusammengesetzt. Am Ende war der wilde und bunte Zusammenschnitt der vielen Versatzstücke in "Das Ende einer Odyssee" besser als die eigetlichen TV-Versionen davon.
Die aufgemotzte TV-Variante von "A living legend" für das Kino der späten 70er, funktionierte recht gut in Europa, da die Serie hierzulande nicht gesendet wurde und der Videoplayer und -rekorder noch Zukunft war. Die Serie wurde 1989 erstmals auf RTL gesendet. Der origianle Zweiteiler "The Living legend" wurde dabei leider nicht synchronisiert und entsprechend bis heute nie in deutscher Sprache gesendet (Die DVD-Box im Frühjahr 2009 ist die 1. Gelegenheit für deutsche Fans, wahrscheinlich OMU, die originale Version des Cain-Zweiteilers zu sehen!). Die hier am Ende zu 20% verwendete Einzelfolge "The fire in space" wurde aber damals gesendet.
Mission Galactica ist eine VHS für Sammler und Fans der Serie. Für andere aber verzichtbar. Das beste Film oder Mehrteiler der alten Serie ist am Ende mit Abstand der beeindruckende Pilotfilm (1. sogenannter Kinofilm), der TV-Geschichte geschrieben hat und auch verdient mehrere Emmys gewonnen hatte.