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Wahrnehmen, denken, entscheiden und handeln -- das sind die Faktoren, die den Benutzer einer Website bestimmen und sie legen auch die Rahmenbedingungen fest, an denen sich Thomas Wirth auf der psychologischen Seite seines Buches orientiert. Dazu kommt natürlich noch die Umsetzung der gewonnenen psychologischen Erkenntnisse. Doch man sollte Missing Links nicht mit einem Usability-Buch verwechseln, denn, wie er es in seinem Vorwort betont, geht es vielmehr um die Qualität einer Website. Stimmigkeit. Inhalt. Gesamtbild. Eben Qualität.
Kommunikation, Aufmerksamkeit und Motivation und Handeln lauten die drei Hauptkapitel, die Themen wie Wörter, Bilder, Animation, Aufmerksamkeit, Eye-Catcher und Problemlöser umfassen. Immer gut strukturiert und nicht akademisch mit einem entspannten Schreibstil vorgestellt. Neben einigen Überarbeitungen ist vor allem ein neues Kapitel zur Informationsarchitektur hinzugekommen. Damit ist die zweite Auflage auch für Besitzer der ersten interessant.
Missing Links stellt eine angenehm erfrischende Ausnahme dar: Nur wenige deutsche Bücher zum Thema Webdesign schaffen den Sprung zu einem Überblick ohne zu seicht und unbrauchbar zu werden. Und nur wenige lassen sich nicht zu fanatischen Standpunkten hinreißen, nur um sich hervorzuheben. Thomas Wirth überzeugt, eben weil es ihm um die Qualität des Resultats und nicht um einen möglichst kontroversen Standpunkt geht. --Wolfgang Treß -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Verbesserungswürdig,
Rezension bezieht sich auf: Missing Links: Über gutes Webdesign (Gebundene Ausgabe)
Man möchte ja kein Beckmesser sein -- aber auch beliebte Bücher können noch besser werden. Deshalb als Ergänzung zu all dem (berechtigten!) Lob diese Hinweise (welche in die Neuauflage/-ausgabe vielleicht mittlerweile eingearbeitet wurden):Die tw. zu kleinen Abbildungen haben bereits andere bemängelt -- zu Recht. Überhaupt ließe sich verallgemeinern, dass das ambitionierte Layout an etlichen Stellen die inhaltlichen Aussagen des Autors zum Thema Nutzbarkeit/Ergonomie konterkariert: So erschweren kleine Schriftgrößen und/oder schwache Kontraste die Lesbarkeit, sind Text, Bild und Quellennachweise zusammenhanglos über die Doppelseiten, Marginalspalten und Fußnoten verstreut. Auch kleinere inhaltliche Unstimmigkeiten haben sich eingeschlichen (Abb. 2 vs. Tab. 2, Zuordnung der Quellen [20] bis [22]) -- bei mehr als 300 Seiten Umfang sicherlich entschuldbar. Wirth weigert sich dogmatisch zu werden -- angesichts der vielen heiß diskutierten, immer wiederkehrenden Fragen ein weiser Entschluss: ein konsequentes "je nachdem" lässt stets ein argumentatives Hintertürchen offen. Ironie dieser Strategie: Einen der wenigen Punkte, an denen Wirths klar Stellung bezieht und "kaulquappengroßen Bildchen" jegliche Wirksamkeit abspricht (Abb. 68), widerlegt er später selbst, als er empfiehlt, "raumfüllende Schmuckgrafiken zurechtzustutzen" (Abb. 148). Der betont lockere Stil gleitet nur an wenigen Stellen ab ins überdreht Plappernde ("...nach längerem Strinrunzeln habe ich [Jesi] als korrekten lateinischen Plural von 'Jesus' bestimmt", 145). Ein Lektorat könnte allerdings kleinere Redundanzen wie "Sprachjargon" (36) ausmerzen. Dass auch Wirths sich dem Sog des Jargons nicht ganz entziehen kann, zeigen solch leicht vermeidbare Anglizismen wie "Inverted Pyramid-Style" (209). Schwerer wiegen inhaltliche Lücken wie die auf S. 87 ohne Quellen belegte Behauptung, das Lesen am Bildschirm dauere 25% länger. Dieses Detail ist deshalb beachtlich, weil Wirths auf S. 208 genau dieser Grundannahme widerspricht -- diesmal mit Hinweis auf eine entsprechende Studie. Überhaupt: die Studien! Abgesehen von den notorischen "amerikanischen Wissenschaftlern", wie Wirths selbst sie ironisch kategorisiert und der mitschwingenden bangen Frage, wie zuverlässig und praxistauglich all diese Forschungsergebnisse wohl sein mögen, abgesehen von diesem fundamentalen Zweifel ist die extensive Quellensammlung, die Wirths Recherche versammelt, sicherlich eine der Stärken dieses Buches. Da wünschte man sich aber doch vom Verlag die mittlerweile übliche Online-Ergänzung zum Printprodukt: Wie hilfreich wäre eine Linkliste, damit man die Bandwurm-URLs nicht mühsam selbst eintippen muss! Immerhin enthält die Verlags-Website Informationen über den Autor -- verwunderlich, dass diese nicht auch im Buch selbst genannt werden. Um zum Titel dieser Rezension zurückzukehren: das Buch ist der Verbesserung würdig -- schließlich möchte man es allen Webschaffenden als Pflichtlektüre uneingeschränkt empfehlen: Psychologie für die Praxis! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
35 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ist wirklich alles Kommunikation?,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Missing Links: Über gutes Webdesign (Gebundene Ausgabe)
Ich bin seit Jahren in der Softwarergonomie tätig und kenne die einschlägige Fachliteratur. Aber dieses Buch ist anders. Es ist nicht nur sehr informativ - es ist auch unterhaltend geschrieben. Und das ist außergewöhnlich!Die Erfahrung lehrt, dass in dieser Sparte sog. Fachliteratur der Leser oftmals schnell erschöpft, das Thema aber nicht erschöpfend behandelt ist. Man glaubt gar nicht, wie schwer es manchen Autoren fällt, eine Tat in einen Gedanken umzusetzen... Der Insider kennt Herrn Dr. Wirth ja schon von seiner Website und den vielen Artikeln, in denen er in seiner ganz eigenen bittersüßen süffisanten schonungslosen Art die millonenteuren Cross-Media-Full-Service-Interactive-Corporate-Communication-Verfehlungen - die Website-Groschengräber der Großen der Industrie und ihren ausführenden „Internetschergen" - analysiert und aufzeigt. Und ich muß zugeben, ich bin ein Fan von diesen Texten. Aber Vorsicht - wer diesen Schreibstil - ich nenne es immer „Websitebashing" - erwartet, sollte Wirths neues Buch erst mal im Buchladen anlesen. Missing Links ist ein unterhaltendes ausgezeichnetes Buch über die große weite Welt der Kommunikation, Gestaltung und Sprache im Internet auf inhaltlich weit gefächertem hohem Niveau. Sehr schön hält Wirth die Balance zwischen wissenschaftlichem Anspruch, eigenen Erfahrungen und Schlußfolgerungen, vielen Praxisbeispielen, Anregungen, Unterhaltung und seinem Humor der immer mal wieder hintergründig aufblitzt. Endlich mal ein Buch zu diesem Thema was überaus gelungen den Bogen spannt zwischen Grundlagenwissen und was man beachten muß, wenn man mit seiner Zielgruppe im Netz tatsächlich eine Kommunikation aufbauen will. Es macht Spaß das Buch zu lesen, viele Aha-Effekte, sehr viele aktuelle Beispiele mit Verbesserungsvorschlägen, guter Druck - ich mag das Buch und kann es nur jedem empfehlen, der sich mit der weiten Thematik „Website und Kommunikation im Internet, Gestaltung und was der Nutzer will" auseinandersetzen muß und will. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lange danach gesucht,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Missing Links: Über gutes Webdesign (Gebundene Ausgabe)
Ich habe wirklich lange nach einem derartigen Buch gesucht. Es ist sehr unterhaltsam geschrieben und man kann es fast nicht mehr aus der Hand legen. Die besprochenen Beispiele führen einem vor Augen, dass gutes WebDesign nicht (nur) in aufwendigen Grafiken und Bewegung besteht, sondern viel mehr in einem guten Konzept und vor allem darin, sich Gedanken über den User und dessen Ziele zu machen.Jedem Web-/ScreenDesigner sei dieses Buch wärmstens empfohlen, aber auch denjenigen, die als Entscheider bei WebProjekten fungieren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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