"...Bei Ausgrabungen in Nordafrika findet ein Team aus Anthropologen
und Archäologen ein Skelett, dass einem Menschen ähnelt, aber nur
vier Finger hat.
Außerdem hält es ein Artefakt mit unglaublichen Eigenschaften in
den versteinerten Händen, welches den Weg zu einer bereits bekannten
archäologischen Stätte in den Anden weist.
Mit Hilfe des Artefakt legen die Wissenschaftler nun eine geheime
Kammer frei und finden dort wahrhaft überirdisches vor. Eine Mischung
aus Wohnung und Grabkammer mit unglaublichen technischen Geräten.
Den Wissenschaftlern geht nun ein Licht auf:
Ausserirdische müssen des Rätsels Lösung sein - der lang gesuchte
"Missing Link" zwischen Mensch und Affe......................"
Dieser schon recht faszinierende Plot wird darüber hinaus noch
ausgeschmückt mit dem genre-üblichen Maulwurf, der mit seiner
Skrupellosigkeit die wohlwollende Ausgrabung korrumpiert und alle
außerirdischen Technologien nur zur eigenen Bereicherung nutzen will.
Zu allem Unheil ist noch das CIA der geheimen Ausgrabung auf
die Schliche gekommen.
Viel Stoff also für weitreichende Entwicklungen.
Wie man schon merkt: Die Story bietet sehr viele Ansätze für ein
hervorragendes Ende. Doch leider ist Walt Becker nicht ganz im Stande,
diese auch dementsprechend umzusetzen.
Denn gegen Ende des Buches geht dem Autor die Puste und schlimmer
noch die Ideen aus. Was sich schon einige Seiten vor dem Finale andeutet,
tritt dann nämlich auch ein:
Die Auflösung des ausserirdischen Spektakels ist etwas dürftig.
Der Plott wird recht abrupt und äußerst unbefriedigend "abgewürgt".
Das ist insofern noch mehr schade, da die Geschichte in sich eine
recht große Tragweite besitzt, aber gegen Ende in Action-Tiraden
und einem 08/15-Schluss mündet.
Mit einem entsprechenden, der Geschichte würdigen Finale wäre sicher
noch die 4-Sterne-Wertung drin gewesen. Aber so fehlt dem Roman
einfach das gewisse Etwas, was ihn von dutzenden anderen, besseren
Romanen abhebt.
Eigentlich schade. Doch Fans von James Rollins oder Matthew Reilly
dürfen trotz allem mal den Einen oder sogar zwei Blicke riskieren.
Unterhaltsam ist "Missing Link" nämlich allemal.