Ein Film wie ein Theaterstück. Vietnam Veteran Jake Neely lebt zurückgezogen in den Wäldern von Oregon. Dort kümmert er sich um weitere Veteranen, die sich von der Zivilisation völlig fernhalten. Eines Tages erscheint ein ehemaliger Gefährte Neelys und bittet ihn, sich um seine Tochter, ein kleines vietnamesisches Mädchen, zu kümmern. Neely lehnt ab, aber der, vom Tode gezeichnete, Freund verschwindet und lässt das Mädchen bei Neely zurück. Für den beginnt ein völlig neues Leben, das er nicht meistern kann.
Missing in America lebt nicht gerade von der Story. Zu holprig und unlogisch sind viele Elemente der Geschichte. Von einer dokumentarischen Aufarbeitung des Vietnamkriegs kann nur sehr begrenzt die Rede sein. Was die menschliche und die schauspielerische Seite angeht, überzeugt der Streifen jedoch voll und ganz. Danny Glover zeigt seine ganze Ausdrucksstärke und wird dabei von Linda Hamilton und Ron Perlman glänzend unterstützt. Last not least weist der Film ein überraschendes Ende auf, das ich so nicht erwartet hätte. Mit passendem Kulissenbau könnte die Handlung jederzeit auf die Bühne eines Theaters verlegt werden. Wenn Danny Glover dort die Hauptrolle übernehmen würde, wären die Ränge sicherlich gut besetzt.