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Missa Solemnis
 
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Missa Solemnis

Otto Klemperer Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Orchester: New Philharmonia Orchestra
  • Dirigent: Otto Klemperer
  • Komponist: Ludwig Van Beethoven
  • Audio CD (8. Februar 2001)
  • SPARS-Code: ADD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Other (EMI)
  • ASIN: B000058USU
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35.233 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Kyrie
2. Gloria in exelsis Deo
3. Qui tollis
4. Quoniam tu solus sanctus
5. Credo in unum Deum
6. Et incarnatus est
7. Et resurrexit
8. Sanctus
9. Benedictus
10. Agnus Dei
11. Dona nobis pacem

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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Karl-Heinz Friedgen TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Wunderbar, wie der große alte Mann Beethovens "Opus summum" zum Leben erweckt. Dies ist für mich auch heute noch die beste Aufnahme des Werkes und stellt selbst Böhm (DGG, mit den Wiener Philharmonikern) und Karajan (insgesamt drei Aufnahmen, eine mit dem Londoner Philharmonia Orchestra und zwei mit den Berliner Philharmonikern) in den Schatten. Klemperer faßt hier seine lebenslange Erfahrung mit Beethovens gewaltigem Werk zusammen. Klar und analytisch breitet er die riesige Partitur vor dem Hörer aus. Die Tempi sind getragen, aber niemals schleppend. Das überirdische Violinsolo im Benedictus ergreift den Hörer und führt ihn zu den Sternen. Die gewaltigen Chormassen sind von der Aufnahmetechnik hervorragend eingefangen, der New Philharmonia Chorus wurde von Wilhelm Pitz, dem berühmten Bayreuther Chorleiter, in gewohnt souveräner Weise an das Werk herangeführt und ist in allen Gruppen glänzend besetzt. Das Soloquartett, mit Elisabeth Söderström, Marga Höffgen, Waldemar Kmentt und Martti Talvela, ist von gediegener Qualität, und dem New Philharmonia Orchestra London ist die Krise, die ein Jahr vor dieser Aufnahme durch den spektakulären Weggang des Gründers Walter Legge ausgelöst wurde, nicht anzumerken. Es spielt unter der Leitung seines Chefdirigenten großartig und bringt auch die letzten Nuancen des komplizierten Werkes zum Erklingen, ohne auch nur einen Augenblick in seiner Aufmerksamkeit nachzulassen.
Die Klangtechnik der im Herbst 1965 aufgezeichneten Produktion ist hervorragend, das digitale Re-Mastering hat sie noch einmal trefflich steigern können. Wahrhaft eine "Great Recording of the Century", sogar eine der allergrößten. Ein schönes, repräsentatives Textheft rundet die Edition wirkungsvoll ab.
Wer zum Vergleich eine ganz andersartige, aber gute Alternative erwerben möchte, dem sei zu Giulinis Londoner Aufnahme (EMI) von 1975 geraten. Sie ist weniger streng und symphonisch und legt deutlich mehr Gewicht auf die vokale Konzeption des Werkes. Leider ist sie m.W. momentan offiziell nicht erhältlich.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Benedictus, qui audit 13. Oktober 2010
Von Andre Arnold TOP 100 REZENSENT
Format:Audio CD
Als sein bestes Werk bezeichnete Ludwig van Beethoven seine Missa solemnis D Dur op. 123 - ein Urteil, das weder seine Zeitgenossen noch die meisten heutigen Klassikliebhaber teil(t)en. Immerhin, Beethoven arbeitete lange Jahre und unter größten Strapazen an seinem opus summum, das er eigentlich zur Inthronisation seines Schülers und Gönners Rudolf von Österreich komponierte, aber erst einige Jahre später vollenden konnte.
Indes, das Resultat jahrelanger Mühen war enorm: Eine Messe mit einer Aufführungsdauer von etwa 80 Minuten hatte es zwar schon früher gegeben, doch das (Wiener) Publikum war dessen durch die wesentlich knapperen mozartschen Messen entwöhnt. Außerdem kommt ein weiteres Problem hinzu, das oft bei den Vokalwerken des Meisters auftritt: Beethoven tat sich schwer damit, das gesungene Wort der Musik beizufügen. Und - er reicherte seine Messe mit unendlich viel Emotion und Tiefsinn an, so dass die Aussage dieser zeitlosen Musik noch für uns heutige Hörer schwer zu erfassen ist. Das Werk wirkt sperrig, und es wirkt nicht nur so.

Woran aber liegt es, dass die Missa solemnis dennoch eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf uns ausübt? Beethovens erste Messe war sie nicht, allerdings ist seine Messe in C Dur op. 86 heute beinahe gänzlich in Vergessenheit geraten. Aber auch in diesem Werk deutet sich schon das an, was Beethoven in op. 123 vollenden würde: die edle Symbiose zwischen Gesang und Streichern, das erhebende Nebeneinander zwischen Solisten und Chor, die greifbare sakrale Weihe, der zeitlose Klang der Musik und nicht zuletzt - und das mag verwundern - die konzeptionelle Schlankheit der Musik - die allerdings durch die Überlänge der Messe und die dichte, bis an den Rand mit Sinn gefüllte Atmosphäre egalisiert wird.
Dass die Missa solemnis etwas Besonderes ist, wird der Hörer gleich zu Beginn merken, wenn das inbrünstige "Kyrie" des Chors vom Tenor sanft erwidert wird: Das eben angesprochene edle Element kommt hier besonders zum Tragen. Es ist schwer zu beschreiben, was die Musik mit uns macht. Auf jeden Fall rührt sie und stimmt trefflich ein auf das, was bevorsteht. Es ist eben so, wie Leonard Bernstein sagte, dass Beethoven immer exakt wusste, welcher Ton auf den vorigen folgen muss.
Mit Beginn des "Benedictus" verändert sich die Grundstimmung der Messe: Während Beethoven bislang vor allem auf den Kontrast zwischen hell und dunkel gesetzt hat und die hehre Erhabenheit seiner Schöpfung besonders betonte, folgt nun der intimste, innigste und emotionalste Teil der Komposition. Die Intensität erreicht er insbesondere durch die getragene Atmosphäre, das zurückgenommene Volumen und den Einsatz einer Solovioline.
Auf einen erhebenden Ausklang verzichtet der deutsche Tonsetzer freilich nicht. Das "Dona nobis pacem" rührt zu Tränen. Beethoven schafft hier etwas Helles, Klares, das es vermag, alle Menschen - egal welcher Nationalität und Konfession - zu einen und zu berühren, vergleichbar mit dem unfassbar entrückenden Chorfinale seiner neunten Sinfonie, die ja in unmittelbarer Nachbarschaft zur Missa entstanden ist.

Ebenso zeitlos wie Beethovens Messe ist auch Otto Klemperers Interpretation mit dem New Philharmonia Chorus und Orchestra unter Verstärkung durch Elisabeth Söderström (Sopran), Marga Höffgen (Alt), Waldemar Kmentt (Tenor) und Martti Talvela (Bass). Es gibt weiß Gott nicht wenige Einspielungen dieses Monumentalwerkes. Doch auch nach 45 Jahren bleibt Klemperers fein nuancierte und kräftig akzentuierte Deutung erste Wahl. Die Aufnahmequalität ist mehr als zufriedenstellend, berücksichtigt man das hohe Alter der Einspielung. Klemperer nimmt weit davon Abstand, die Sperrigkeit des Werkes zu übertünchen. Er bietet es unprätentiös, natürlich und schlicht dar.
Sein New Philharmonia Orchestra spielt wie entfesselt und liefert damit die perfekte Basis für eine fesselnde und mitreißende gesangliche Leistung. Als besonders bestechend erweisen sich die vier Gesangssolisten, die perfekt mit dem glasklar singenden Chor korrespondieren. Die universale Aussage dieser Musik erfassen die Akteure blendend und schwingen sich auf zu Botschaftern von Humanität und Brüderlichkeit unter allen Menschen.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Peerless 13. Februar 2003
Format:Audio CD
Let's not mince words. Towering, monumental, magisterial, noble - peerless. In this case there is little point in analytical dissection. This recording is a 'gestalt', the whole exceeding the greatness of it parts. And this is greatness. An extraordinary symbiosis between composer/conductor. A performance that gloriously achieves the desideratum of providing a genuine objective correlative to Beethoven's superscript-'From the heart - may it return to the heart!' Making the only appropriate response that of the Gramophone reviewer-'Heartfelt thanks!...'
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"This recording is a Gestalt" 0 23.08.2008
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