Worum es geht:
Miss Harriet, die berühmte Ballonfahrerin, sitzt zu Hause und langweilt sich. Ihre Nichte Rebekka und ihr Neffe Wilhelm haben zum Glück eine Idee: Wie wäre es mit einer Ballonwettfahrt um die Welt? Miss Harriet ist begeistert und schreitet zur Tat. Insgesamt siebenundsechzig Ballonfahrer aus allen Ländern der Erde nehmen schließlich am Wettrennen teil, Start und Ziel ist Paris. Es ist eine Fahrt von 23 000 Meilen, die unter anderem über die Sahara, den Regenwald, das "Dach der Welt", den Schwarzwald, New York führt, bei Hitze, Regen, Hagel, Kälte ... Wichtigste Regel: Wer landet, ist raus aus dem Spiel. Bei diesen Bedingungen ist es kein Wunder, dass es Seite für Seite immer weniger Ballonfahrer sind - das Ziel erreicht schließlich nur ein einziger Ballon.
Bilder und Text:
Die Bilder sind eine Wucht. Sehr detailreich, mit prächtigen Farben. Heißluftballons sind ja auch sehr dankbare Motive, und Sue Scullard hat ihre Fantasie ordentlich spazieren lassen. Ihre Ballons haben mal symmetrische Muster, mal sind Tiere drauf, einer hat die Form einer Ananas, einer sieht aus wie ein Fliegenpilz ... Pro Doppelseite wird eine Station der Reise gezeigt, und die Ballons sind immer aus anderen Perspektiven zu sehen, mal von oben, mal von unten, mal weit weg, mal ganz vorn. Stets dabei ist der Ballon "Drachenfeuer", in dem Tante Harriet, Rebekka und Wilhelm fliegen - teils muss man ihn ganz schön suchen. Die Sprache mutet ein wenig altmodisch an, das Buch ist ja auch schon 1986 erschienen, auf Deutsch 1990. Die aktuelle Ausgabe von 2012 ist eine überarbeitete Neuauflage. Aber der Text liest sich dennoch okay und ist auch nicht so wichtig, denn im Mittelpunkt stehen ganz eindeutig die tollen Bilder.
Unterm Strich:
Das Buch ist ein Augenschmaus, eine Einladung zu einer fantastischen Weltreise. Gefällt mir sehr gut.